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Verdi: Un ballo in maschera an der Oper Zürich

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In Zürich, so befand seinerzeit ein in der Limmatstadt umtriebiger Intendant, stehe die am nördlichsten gelegene Oper südlicher Ausrichtung. Ganz falsch war die als Selbstrechtfertigung gedachte Feststellung nicht – in gewisser Weise gilt sie auch heute noch. Nicht ohne Stolz verweist Andreas Homoki auf den Umstand, dass in den zwölf Jahren seiner Intendanz 16 Opern von Verdi auf die Bühne gekommen seien.

Tatsächlich? Vielleicht fiel es nicht auf, weil die Spielpläne aus dem Hause Homoki von ausgesuchter Vielfalt waren und sich die szenischen Handschriften doch deutlich voneinander abhoben. Jetzt finden wir uns wieder in einem Moment, da die Vielseitigkeit im Angebot des Hauses zu fruchtbaren ästhetischen Begegnungen führt.

Auf die umstrittene Produktion von Alfred Schnittkes «Leben mit einem Idioten» in der zugespitzt subjektiven szenischen Lesart von Kirill Serebrennikov folgte mit «Un ballo in maschera» nicht etwa harmlose Kost, insgesamt aber doch ein Genuss, dem selbst eingefleischte Verdi-Verächter erliegen dürften. Das geht zuallererst auf die Philharmonia Zürich und den von Janko Kastelic vorbereiteten Chor der Oper Zürich zurück; sie tragen beide gleichermaßen eine ...

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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Peter Hagmann

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