In Bestform
Achtzehn Koproduzenten weisen die fünf Premieren des Festivals in Aix-en-Provence diesen Sommer auf. Da schwant einem nichts Gutes. Das nach Salzburg und Bayreuth bedeutendste Opernfest in Europa als routinierte Probebühne für das, was in der folgenden Saison über die gesammelten Musiktheater-Bühnen tingelt? Oper – auf den kleinsten gemeinsamen Nenner gebracht? So sieht man im Midi denn auch in mancher Saison eher glatte, allseits verwendbare Produktionen, die wenig Mut zeigen, die vor allem aufs Funktionieren und Gefallen aus sind. Und die nichts speziell Südfranzösisches mehr haben.
Dabei war das einmal die Marke dieses Mozart-Mekkas unterm Sternenhimmel. Tempi passati, seit Stéphane Lissner das müde gewordene Festival von Aix Ende der Neunzigerjahre übernahm und effektiv modernisierte.
Natürlich muss auch sein Nachfolger an dem einmal eingeschlagenen Weg festhalten, zumal es seit dem enttäuschenden Rattle-«Ring» mit den Berliner Philharmonikern auch das große, hässliche Grand Théâtre de Provence zu bespielen gilt. Ohne Koproduktionsgelder wäre das Budget nicht zu halten – und das künstlerische Niveau auch nicht, das man natürlich auf keinen Fall absenken will. Aber Bernard ...
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Opernwelt September/Oktober 2013
Rubrik: Im Focus, Seite 22
von Manuel Brug
Herr Sabadus, wo ist der erste Teil Ihres ursprünglichen Namens Barna-Sabadus geblieben?
Weg ist er. Das Label hat es so gewollt. Die Agentur auch. Barna – so heißt mein Vater, der unter diesem Namen adoptiert worden war. Ich denke: besser der Name kastriert als die Stimme.
Keine Sorge, Ihre Stimme klingt ganz und gar nicht kastriert. Obwohl es heute immer mehr...
Wagner im Amphitheater? In den Siebziger- und Achtzigerjahren war das ein fester Pfeiler des «Chorégies»-Festivals. Karl Böhm hat unter dem provenzalischen Sternenhimmel den «Tristan» dirigiert, Birgit Nilsson Isolde und Brünnhilde gesungen, Sawallisch einen «Parsifal» mit René Kollo gestemmt. Doch nach einem «Ring» mit Marek Janowski 1988 setzte man in Orange...
Götter mögen keine Kekse. Deshalb bringen die Menschen in den Longshan-Tempel Äpfel mit, auch Bananen, Papaya und Blumen. Viele der Götter, die hier versammelt sind, scheinen gemischte Teller zu bevorzugen: Je bunter die Opfergaben, desto bereitwilliger werden Gebete erhört. Kekse gibt es trotzdem – zur Stärkung der Gläubigen und zur Stärkung der Tempelkasse. Wer...
