«Ich bin wehmütig»
Herr Homoki, Sie waren jetzt 13 Jahre Intendant am Opernhaus Zürich. Träumen Sie schon auf Schwyzerdütsch?
Dafür reichen 13 Jahre leider nicht aus, obwohl wir kurz vor unserer Einbürgerung stehen. Wir fühlten uns hier von Anfang an sehr wohl. Meine Frau und ich schwimmen bis in den Frühherbst fast täglich im Zürichsee, und die Menschen haben eine besondere Sensibilität im Umgang miteinander.
Besteht diese erhöhte Sensibilität auch im Umgang mit der Kunst?
Die Schweizer nehmen sich selbst – gerade im Vergleich zu Deutschland – als kleines Land wahr. Es waltet hier eine angenehme Bescheidenheit, und Zürich ist im Vergleich zur Viermillionenmetropole Berlin eben auch eine kleine Stadt. Zugleich gibt es gerade in Zürich eine unglaubliche Dichte an wirtschaftlicher Power, eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur sowie ein weiträumiges Kunstangebot, mit Opernhaus, Tonhalle-Orchester, Schauspielhaus und vielem anderen. Der Standort lässt sich das einiges kosten, hat aber auch entsprechend hohe Erwartungen.
Hat Geld dort einen höheren Stellenwert als in Deutschland?
Ich würde sagen, man ist hier sensibler im Ausgeben von Steuergeldern. Staatliche Förderung ist durchaus nicht immer ...
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Opernwelt Jahrbuch 2025
Rubrik: Opernhaus des Jahres, Seite 8
von Jürgen Otten
Eigentlich ist sie ein Morgenmensch. Wenn die ersten Sonnenstrahlen in ihr Schlafzimmer dringen, springt Eleonora Buratto aus dem Bett. In der Frühe kann sie alles in Ruhe erledigen. Nachmittags macht sie gern ein Schläfchen (zumal in der Sommerhitze), und ab 22.30 Uhr wird sie allmählich müde. Wie verträgt sich ein solcher Biorhythmus mit dem Leben auf der Bühne?...
Silvia Adler
DARMSTADT
Opernwelt
1. Die Oper Frankfurt
2. Nicholas Brownlee; Jana Baumeister; Alyona Rostovskaya
3. Nadja Loschky mit ihrer Inszenierung von Alban Bergs «Lulu» an der Oper Frankfurt, die kompromisslos in menschliche Abgründe leuchtet und gleichzeitig Bilder von irisierender Schönheit hervorbringt
4. Thomas Guggeis, insbesondere für Alban Bergs...
Das Opernhaus Zürich ist «Opernhaus des Jahres». Aktuell. Vielleicht muss man aber weit zurückgehen, um dieEigenheit dieses Hauses zu begreifen. Etwa in die Corona-Zeit. Es ist der Herbst 2020. Abstandsregeln machen in Deutschland Aufführungen nahezu unmöglich. Am Zürichsee ist man da entspannter, ins Opernhaus dürfen 900 von potenziell 1150 Gästen, aber das ist...
