Heine war entzückt

Eine Rarität aus dem Théâtre Impérial in Compiègne: «La Sirène» von Daniel-François-Esprit Auber

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Unter dem Datum 1. Mai 1844 berichtet Heinrich Heine in seinem Paris-Buch «Lutetia» von einer schönen Begebenheit: «Einen ungeheuren Beifall findet Scribes neue Oper ‹Die Sirene›, wozu Auber die Musik geschrieben.» Damals ein Repertoire-Renner, ist das Stück heute nicht einmal mehr dem Titel nach bekannt. Völlig zu Unrecht, wie man jetzt dank der Initiative des Théâtre Impérial in Compiègne weiß, wo schon eine ganze Reihe anderer Auber-Opern wie «Die Krondiamanten» und «Manon Lescaut» wieder ins Licht gerückt wurden.


Mit 28 gemeinsamen Arbeiten waren Dichter und Komponist ein eingespieltes Team, als sie mit der dreiaktigen opéra-comique «La Sirène» noch einmal auf das Erfolgsrezept des «Fra Diavolo» (1830) zurückgriffen. Es geht um den Schmuggler Scopetto, der unter dem Namen Marco Tempesta in den Abbruzzen sein Unwesen treibt, und seine Schwester Zerlina, die mit ihrem geheimnisvollen Sirenengesang Einwohner und Reisende bezaubert. Auch den Impresario Bolbaya, der eine solche Stimme für sein Opernensemble sucht. Zerlina liebt den Seemann Scipion, der sich am Ende als Herzog entpuppt. Eine romantische Räuberklamotte, die reich an Wendungen und dramatischen Theatercoups ist, ...

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Opernwelt Juli 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 24
von Ekkehard Pluta

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