Großer Aufwand, schmählich vertan
Die neue Herausforderung für das Opern-Theater: Wie lassen sich neue mediale Ausdrucksmittel, Film oder Video, mit der überlieferten Werkgestalt aus Musik, Gesang, Handlung samt fixiertem Ort derselben verbinden, womöglich gar in dieselbe integrieren? An Versuchen fehlt es nicht, besonders nicht in der Moderne. Olga Neuwirth etwa experimentiert auf diesem Gebiet mit unterschiedlichen Ergebnissen.
Wenn das aber bei neuen Werken schon selten überzeugende Ergebnisse zeitigt, wie könnte es da bei einer fest geformten Vorlage gelingen?
Der Pariser Premiere von Wagners «Tristan und Isolde» in der Opéra de Bastille sah man daher mit einiger Spannung entgegen. Wenn sich ein Regisseur wie Peter Sellars, ein renommierter Video-Artist wie Bill Viola und ein aufgeschlossener Dirigent wie Esa-Pekka Salonen zusammenfinden, sollte man zukunftweisende ästhetische Vorschläge zum Thema «Verschmelzung der Ausdrucksmittel in der Oper» erwarten. Das Ergebnis des Pariser Experiments, dem bereits eine konzertante Aufführung aus Musikdrama und Video-Begleitung in Los Angeles vorausgegangen war, blieb ernüchternd. So geht es offensichtlich nicht: Von oben beherrscht eine Riesenleinwand für Violas ...
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Stockhausen ist einer der großen Pioniere der elektronischen Musik. Seine Platten werden in England unter der Sparte Pop verkauft, und so manche berühmte Band hat sich besondere Effekte beim großen Meister abgelauscht. Wer Pink Floyd oder The Mothers of Invention liebt, wird sich auch in den Klängen von Stockhausen zurechtfinden. Für mich war die Begegnung mit...
Sie hielt vor allem das 18. Jahrhundert in Atem. Sie verzauberte Komponisten und Librettisten gleich reihenweise. Allein in den letzten drei Jahrzehnten, zwischen 1771 und 1796, sind fünfundzwanzig Vertonungen zu verzeichnen, die ihr huldigen: Andromeda, die Gefesselte und von Perseus Befreite. Der dem Mannheimer Kreis zugehörige Cannabich widmete ihr ein...
