Gefrorene Musik
Die meisten amerikanischen Innenstädte umgibt ein Ring aus undefinierbaren Lagerhäusern, Autobahnauffahrten und heruntergewirtschafteten Gebäuden. Das ist auch in Kansas City so. Genau in diesem Milieu entsteht derzeit jedoch eines der aufregendsten und ambitioniertesten neuen Opernhäuser der Vereinigten Staaten.
Das neue «Metropolitan Kansas City Performing Arts Center» liegt auf einem kleinen Hügel mit Blick auf die Wolkenkratzer der Innenstadt in der einen und die endlosen Weiten der Prärie des Mittelwestens in der anderen Richtung.
Das mehr als 300 Millionen Dollar teure Opernhaus wurde von dem berühmten kanadisch-israelischen Architekten Moshe Safdie entworfen, der heute sein Büro von Boston aus leitet.
Safdie gab seinem Neubau eine markante Kontur, die gute Chancen hat, zum neuen Wahrzeichen der Stadt zu werden. Mit 36 000 Quadratmetern Fläche bietet das Zentrum neben dem Opernhaus auch Platz für die Kansas City Symphony und das örtliche Ballett, jeweils mit eigener Bühne. Das Opernhaus wird mit 2200 Sitzen das größte Auditorium, die Konzerthalle nebenan mit 1800 Plätzen allerdings nur wenig kleiner ausfallen. Beide Säle sind auf ein gemeinsames gläsernes Foyer ausgerichtet ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Vor Kurzem bewegte sich Dirk Bach noch zwischen Kakerlaken und Känguruhoden. Dass der Kölner Comedian mit der barocken Figur und dem Hang zum trashigen Humor viel mehr kann, als das RTL-Dschungelcamp mit allerlei Hüten und Zoten zu dekorieren, zeigte das langjährige Ensemblemitglied des Kölner Schaupielhauses am Berner Stadttheater in Brittens «A Midsummer Night’s...
Die meisten Menschen unterscheiden mühelos zwischen rituellem Theater (wie es etwa im alten Griechenland oder in entlegenen indischen Dörfern existiert/e) und der zeitgenössischen Kulturindustrie Europas oder Amerikas. Der Regisseur Peter Sellars lässt diese Unterscheidung nicht gelten. Anlässlich der Abschiedsfeierlichkeiten der Los Angeles Philharmonic für ihren...
Übersichtliches Personal, bekannter Stoff, erprobtes Drama: Man könnte glatt meinen, Alban Bergs «Wozzeck» sei eine für Schauspielregisseure bestens geeignete Oper. Also auch für den Mainzer Intendanten Matthias Fontheim. Sollten ihm die starken Emotionen und schnellen Entwicklungen des Stücks nicht eher liegen als «Der Rosenkavalier», an dem er letztlich...
