Frühlingsgefühle
Bedřich Smetana ist im kollektiven Musikgedächtnis als Komponist der «Moldau», dem prominentesten Teil des symphonischen Zyklus «Má vlast» (Mein Vaterland) abgespeichert. Aus Smetanas Opernschaffen hat eigentlich nur die «Verkaufte Braut» ihren Weg ins Kernrepertoire gefunden. Und die scheint derzeit aus der Mode gekommen, von den großen Häusern brachte zuletzt die Bayerische Staatsoper in München 2018 eine Neuproduktion heraus.
Vielleicht ändert sich das nun, angeregt durch die Feierlichkeiten zu seinem 200. Geburtstag.
Smetana wurde 1824 als Sohn eines Bierbrauers in Litomyšl in Ostböhmen geboren. In dem von sanft hügeliger Landschaft umgebenen malerischen Städtchen findet alljährlich ein Festival zu seinen Ehren statt; in diesem Jahr ist es wegen des runden Geburtstags üppiger ausgestattet als sonst und bringt innerhalb von vier Wochen unter anderem auch sämtliche acht Opern Smetanas auf die Bühne.
Litomyšls größten Platz mit malerischen Laubengängen schmückt ein Smetana-Denkmal, neben dem imposanten Renaissance-Schloss befindet sich die ehemalige Bierbrauerei von Smetanas Vater, die elterliche Wohnung ist für Besucher blitzblank herausgeputzt. Die größeren Aufführungen des ...
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Opernwelt August 2024
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Regine Müller
Selbst unter den Solitären der Operngeschichte ist Beethovens «Fidelio» ein einsames Werk geblieben. Mit den drei Fassungen (1805, 1806, 1814) nimmt es einen erratisch anmutenden Platz im Schaffen Beethovens ein und wird von der Forschung doch oder gerade deswegen vernachlässigt. So ist es ein Ereignis, wenn erstmals seit fast vierzig Jahren wieder eine Monographie...
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Altenburg/Gera Theater Altenburg Gera
www.tpthueringen.de
- Kröger/Kressin, Krabat und der König - Die Legende geht weiter: 15. (UA), 16., 17., 18., 20., 21., 22., 23., 24. (Bockwindmühle Lumpzig) ML: Kröger, I: Kressin, B+K:...
Ein Triple infernale, zumindest für das Münchner Publikum: Krzysztof Pendereckis «Die Teufel von Loudun» bei den Opernfestspielen 2022, Bratt Deans «Hamlet» im vergangenen Jahr – und nun «Le Grand Macabre» von György Ligeti. Das ist schwer verdauliche Kost, die Intendant Serge Dorny da jeweils zum Auftakt des Festivals serviert(e). Zumal an einem Ort, wo der...
