Es muss ja nicht immer Björk sein
Island ist, geologisch betrachtet, ein Küken auf unserem Planeten. Auch als Republik hat es eine junge (bis 1944 zurückreichende) Geschichte. Die Entwicklung der letzten Jahre stellt trotzdem alles an Tempo in den Schatten. Manche Einwohner des kleinen Landes haben das Gefühl, überrollt zu sein von den Ereignissen. Da ist natürlich die Finanzkrise von 2008, deren Folgen bis heute anhalten und als deren Konsequenz sich das Gemeinwesen praktisch neu erfinden musste.
Und dann ist da die sprunghafte Entwicklung des Tourismus, der inzwischen sogar die Fischerei als Hauptzweig der Wirtschaft abgehängt hat. 2014 kamen erstmals über eine Million Gäste – in ein Land, das nur 326 000 Einwohner hat. Diesem Ansturm sind die Raststätten und Toilettenhäuschen, die sich um monumentale Wasserfälle, Geysir-Felder und Gletscher gruppieren, kaum noch gewachsen. In Frühstücksräumen von Hotels wird darum gebeten, das Buffet nicht für Lunchpakete abzuräumen. Auch zwischen Oktober und April reißt der Touristenstrom nicht ab (zumal die Winter in Island gemäßigter ausfallen als in New York oder Moskau). Flüge von der Nordostkünste der USA oder aus Europa sind nicht allzu lang – und Jahreswechsel zwischen ...
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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Stephan Mösch
Meyerbeer e il suo tempo» war ein Programm der Accademia Nazionale di Santa Cecilia überschrieben, das in Zusammenarbeit mit dem Palazzetto Bru Zane entstand. Diana Damrau und Antonio Pappano huldigten im Oktober in Rom dem großen europäischen Komponisten. Zweifellos ein zentraler Beitrag zu dessen 150. Todestag.
Meyerbeer habe sie schon während ihres Studiums...
Frau Schneiderman, 1984 wechselten Sie von Heidelberg nach Stuttgart.
Ja, im Herbst vor genau 30 Jahren. Meine erste Rolle hier war die Cenerentola.
Welche Bedeutung hat das Ensemble für Sie?
Wenn man sich für eine Stadt entschieden hat, dann ist das Ensemble enorm wichtig. Es ist eben anders als bei einem Gastspiel, bei dem es zwar temporär zu einer familiären...
Das jährlich stattfindende Künstlertreffen der Gottlob-Frick-Gesellschaft in der Heimat des großen Bassisten ist längst zur Institution geworden. Hier kommen Weltklasse-Sänger von einst zusammen, um über Erfahrungen (von gestern und heute) zu sprechen, aber auch, um dem Nachwuchs zuzuhören. In diesem Jahr fiel die Gästeliste besonders prunkvoll aus. So waren (wo...
