Einspruch

Opernwelt - Logo

Seit es Regie im modernen Sinn gibt, seit etwa hundert Jahren also, wird sie angefeindet. Der Vorwurf ist im Grunde immer derselbe: zu eigenmächtig, zu weit weg von der Musik. Schon Max Reinhardt bekam das zu hören, so wie später Wieland Wagner oder Ruth Berghaus. Die gegenwärtige Debatte reiht sich da jedoch nicht einfach ein. Sie wird von offenen Geistern geführt, die wissen, wie sehr die Lebendigkeit des Musiktheaters von der Szene abhängt.

Es geht nicht darum, was Regie darf, sondern was sie kann. Jede Oper ist ein überaus komplexes ästhetisches Gefüge.

Viele Inszenierungen nehmen das kaum wahr. Es fehlt an Wissen und Können gleichermaßen. Was sich provokant geriert, ist oft nichts als Verlegenheit oder die Flucht in private Obsession. Eine Flucht vor den eigentlichen Herausforderungen.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt Jahrbuch 2011
Rubrik: , Seite 48
von

Weitere Beiträge
Impressum

Impressum

Redaktion Opernwelt
Knesebeckstraße 59-61 | 10719 Berlin
Tel.: +49(0)30/25 44 95 55
Fax: +49(0)30/25 44 95 12
E-Mail: www.kultiversum.de/Opernwelt

Redaktion:
Stephan Mösch
Albrecht Thiemann

Mitarbeit/Gestaltung:
Andrea Müller
Angelika Stein, Irina Radtke (Assistenz)

Anzeigen – Print und www.kultiversum.de:
Annika Kusche
Tel.: +49(0)2154/429051
Fax:...

Ach, Stuttgart

Eine Ära war es nicht. Eher eine Lehrzeit. Albrecht Puhlmann würde sicher vieles anders machen, wenn er in Stuttgart noch mal als Intendant anfangen könnte. Nun ist aber nach fünf Jahren Schluss. Was niemand vermutet hätte, als der gelernte Dramaturg (und in Basel wie Hannover erfolgreiche Opernchef) sein Amt antrat. Der folgende Beitrag versucht, eine faire Bilanz...

«Die Leidtragenden sind die Sänger»

Herr Klobucar, Sie haben an der Wiener Staatsoper 1133 Vorstellungen dirigiert. Sie gelten als Rekordhalter. Hat sich die Treue rentiert?

Eigentlich nicht (lacht). Ich habe wegen Wien viele andere Sachen abgesagt. An der Metropolitan Opera hätte ich viel mehr Wagner dirigieren können. Auch «Cavalleria rusticana» – und das noch dazu in der italienischsten Oper der...