Einsichten, Aussichten
Ist zu Beethoven nicht schon alles gesagt, erforscht worden? Keineswegs. In Bonn begab man sich zu seinem 250. Geburtsjahr auf eine Entdeckungsreise, die zwar keine revolutionär neuen Erkenntnisse, aber viele bislang unbekannte Facetten und Details aus dessen Leben und Werk zutage förderte. Ein Großteil des dokumentarischen Materials fand sich vor Ort in Beethovens Geburtsstadt, zusammen mit Leihgaben aus ganz Europa war bald ein gewaltiges Konvolut beisammen.
Seit dem 17. Dezember, dem 249.
Tauftag des Komponisten (ein Geburtsdatum ist nicht überliefert), kann man in Bonn bestaunen, wie es gelang, in zwei geschickt aufeinander abgestimmten Ausstellungen ein Beethoven-Bild zu zeichnen, das weder zur mythischen Überhöhung eines «Megastars» noch zu dessen Banalisierung tendiert. Dazu wurde zum einen das Beethoven-Haus in der Bonngasse renoviert, erweitert und neu geordnet. Man wird jetzt nicht mehr in einem Rundgang durch den Gebäudekomplex und in chronologischer Folge durch das Leben des Genies geführt, sondern kann und soll in freier Reihenfolge die einzelnen Themen gewidmeten Räume aufsuchen.
Zum anderen liefert die Bonner Bundeskunsthalle unter dem Titel «Beethoven – ...
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Opernwelt Februar 2020
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Josef Oehrlein
Frau Kermes, Sie haben Ihre Kollegin Cecilia Bartoli vor Kurzem auf Twitter gedisst, wegen des Covers der «Farinelli»-CD, wo sie ausschaut wie Conchita Wurst …
Naja, Conchita Wurst gibt’s ja nicht mehr, sie ist längst wieder ein Mann mit kurzen Haaren. Außerdem hatte Farinelli nie einen Bart. Mir tut es einfach leid, weil viele Menschen sich darüber lustig machen....
Man könnte es mit Schiller erfragen: «Wie kommt mir solcher Glanz in meine Hütte?» Und sogleich die Antwort geben: indem sich Altes und Neues aufs Schönste miteinander verbinden. Bei der Renovierung der
PRAGER STAATSOPER, die am 5. Januar, auf den Tag genau 132 Jahre nach der feierlichen Einweihung mit Richard Wagners «Meistersingern», mit einem Galakonzert unter...
Janusz feiert, was der Volksmund «Hirnfasching» nennt, spult den Film seines Lebens vor und zurück. Realität oder Halluzination? Wer weiß. Er hat ein junges Mädchen verführt und in den Tod getrieben; sein schlechtes Gewissen lässt ihn die Orientierung verlieren. Die Zuschauer rätseln mit ihm – und das sollen sie nach dem Willen von Mariusz Treliński auch. Denn der...
