Einsichten, Aussichten

Mit einer großen Ausstellung in der Bundeskunsthalle und der Wiedereröffnung des umgestalteten Geburtshauses läutet Bonn das Jubiläumsjahr zum 250. Geburtstag Beethovens ein

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Ist zu Beethoven nicht schon alles gesagt, erforscht worden? Keineswegs. In Bonn begab man sich zu seinem 250. Geburtsjahr auf eine Entdeckungsreise, die zwar keine revolutionär neuen Erkenntnisse, aber viele bislang unbekannte Facetten und Details aus dessen Leben und Werk zutage förderte. Ein Großteil des dokumentarischen Materials fand sich vor Ort in Beethovens Geburtsstadt, zusammen mit Leihgaben aus ganz Europa war bald ein gewaltiges Konvolut beisammen.

Seit dem 17. Dezember, dem 249.

Tauftag des Komponisten (ein Geburtsdatum ist nicht überliefert), kann man in Bonn bestaunen, wie es gelang, in zwei geschickt aufeinander abgestimmten Ausstellungen ein Beethoven-Bild zu zeichnen, das weder zur mythischen Überhöhung eines «Megastars» noch zu dessen Banalisierung tendiert. Dazu wurde zum einen das Beethoven-Haus in der Bonngasse renoviert, erweitert und neu geordnet. Man wird jetzt nicht mehr in einem Rundgang durch den Gebäudekomplex und in chronologischer Folge durch das Leben des Genies geführt, sondern kann und soll in freier Reihenfolge die einzelnen Themen gewidmeten Räume aufsuchen.

Zum anderen liefert die Bonner Bundeskunsthalle unter dem Titel «Beethoven – ...

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Opernwelt Februar 2020
Rubrik: Magazin, Seite 64
von Josef Oehrlein

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