Einer muss den Anfang machen

Der Dirigent Gerd Schaller hat Carl Goldmarks «Merlin» wiederentdeckt – und in Bad Kissingen konzertant vorgestellt

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An den Komponisten Carl Goldmark (1830-1915) erinnern gelegentlich Aufführungen seiner Oper «Die Königin von Saba», die 1875 an der Wiener Hofoper uraufgeführt wurde und schnell zum Welterfolg avancierte. Zehn Jahre lang hatte Goldmark an dem Werk gearbeitet, und es dauerte noch einmal so lang, bis 1886 seine zweite Oper «Merlin» erschien. Es folgten noch vier weitere Werke für die Bühne, unter anderem «Das Heimchen am Herd» und «Götz von Berlichingen», doch mit Ausnahme der «Königin von Saba» sind sie auf den heutigen Spielplänen nicht mehr anzutreffen.


Unzufrieden mit dieser «Missachtung» eines einstigen Erfolgskomponisten war der 1965 in Bamberg geborene Dirigent Gerd Schaller. Eine seiner Vorlieben ist die Wiederentdeckung selten aufgeführter Opern. Für seine Ausgrabung von Goldmarks «Merlin» gewann er mehrere Koproduzenten: den Bayerischen Rundfunk (Studio Franken), das Staatsbad Kissingen, den Ebracher Musiksommer und das CD-Label «Profil Hänssler». Die konzertante «Welt-Ersteinspielung» fand vor einem interessierten Publikum im Regentenbau Bad Kissingen statt. Unter der umsichtigen Leitung von Gerd Schaller spielte die Philharmonie Festiva (im Kern frühere Bachsolisten von ...

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Magazin, Seite 70
von Gerhard Rohde

Vergriffen
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