Editorial

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Die Dichte an Opernhäusern in Deutschland ist nach wie vor einzig­artig. Wer in Amerika oder Japan, in Skandinavien oder Italien mit Theaterleitern spricht, wird überall auf ähnliche Reaktionen stoßen: so viele Häuser, so viele Eigenproduktionen, so viel Tradition, so viele Profile – was für ein Potenzial, was für ein Reichtum an kultureller Grundversorgung. Wie zukunftsfähig ist dieses System? Die Frage stellt sich besonders dringlich in den neuen Bundesländern. Nicht jedes Modell, das in den Überlebenskämpfen der Nachwendezeit helfen sollte, hat sich bewährt.

Fusion als Zauberwort zieht nur noch selten. Die meisten Städte und Kommunen haben erkannt, dass nur ein eigenständiges Theater ihrer Identität zugute kommt. Trotzdem klaffen Lücken in den Haushalten. Und wenn die, wie im Falle Rostocks, bedrohlich werden, denkt man eben doch über Zusammenlegungen nach. Dann steht ein komplettes Opernensemble schnell zur Disposition.
Auch Thüringen ist für solche Fragen ein gutes Beispiel. Zwischen Altenburg und Eisenach fand in den letzten Wochen ein Premierenfeuerwerk statt: Schlüsselwerke, die seit zwei- bzw. einhundert Jahren nicht mehr gespielt wurden, historische Schlaglichter, junge ...

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Opernwelt Mai 2006
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Stephan Mösch

Vergriffen
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