Diva ist anstrengend
Frau Oropesa, Sie haben mit 25 das Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera in New York abgeschlossen. Macht es das Sängerleben leichter oder schwieriger, wenn man gleich an der Met einsteigt?
Es macht es schwierig, weil man sofort schwimmen muss. Man hat keine Zeit, erst mal die Zehen ins Wasser zu strecken. Entweder du bleibst oben oder du gehst unter. Es gibt einige Leute, die daran zerbrochen sind und aufgehört haben. Auch für mich war es am Anfang hart, ich hatte zum Beispiel nicht gleich den richtigen Gesangslehrer.
Kommen Sie aus einer musikalischen Familie?
Ja, meine Mutter ist Musiklehrerin und Pianistin. Aber auch alle anderen machen irgendetwas mit Musik, wenigstens nebenher.
Schon mit 22 standen Sie auf der großen Bühne der Met, als Susanna in «Le nozze di Figaro». Wie fühlte sich das an?
Ich war das Cover, es fühlte sich verrückt an, aber ich liebe Mozart. Er ist eigentlich mein Komponist, in seiner Musik fühle ich mich einfach zu Hause. Ich wünschte nur, dass es bei ihm mehr Rollen für mich gäbe. Aber bei Mozart bevorzugen viele eine bestimmte Farbe, die – das ist jedenfalls mein Eindruck – nicht wirklich meine ist. Konstanze in der «Entführung ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt August 2019
Rubrik: Interview, Seite 30
von Michael Stallknecht
Es gibt diese Abende, von denen zu erzählen spannender ist als sie selbst. Die neue Münchner «Salome» ist so ein Abend. Im Programmheft steht ein glänzend redigiertes Interview mit dem Regisseur Krzysztof Warlikowski. Überhaupt ist dieses Programmheft – zusammengestellt von den Dramaturgen Miron Hakenbeck und Malte Krasting – ein Muster an Sorgfalt in Text und...
Ist Kunst an einen Ort gebunden, oder bemisst sich ihre Qualität gerade daran, ob sie losgelöst von den Bedingungen wirkt, unter denen sie entstand? Auf Bedřich Smetanas dritte Oper «Dalibor» trifft wohl eher Ersteres zu. Anlässlich der Grundsteinlegung des Prager Nationaltheaters 1868 komponiert und uraufgeführt (das dann 15 Jahre später mit einer weiteren Oper...
Bis zum Frühjahr 2021 findet hier nichts mehr statt außer harter Arbeit hinter den Kulissen. Für elf Millionen Euro wird die Bühnenmaschinerie des Altenburger Theaters erneuert, der Orchestergraben vergrößert, ein Fahrstuhl angebaut. Der Spielbetrieb soll in einem Vier-Mast-Zelt auf dem Festplatz weiterlaufen. Doch erst mal ist das 1871 erbaute Haus in einem...
