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Markus Hinterhäuser erhielt in Graz den Mortier Award 2017

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Was kann, soll, muss Theater in schwierigen Zeiten leisten? Kann es im Spiel tatsächlich das kritische Bewusstsein erweitern, oder verspielt es eher seine Möglichkeiten, wie Peter Handke einmal meinte? Es war im legendären Jahr 1968, als der (damalige) Wahl-Grazer in «Theater heute» eben dieses spielerische Moment infrage stellte: Theater sei dermaßen bestimmt, dass alles, was außerhalb des Theaters Ernsthaftigkeit, Anliegen, Finalität ist, eben Spiel werde – «dass also Eindeutigkeit, Engagement etc.

auf dem Theater eben durch den fatalen Spiel- und Bedeutungsraum rettungslos verspielt werden ...»

Ob Handke dies ein halbes Jahrhundert später erneut so formulieren würde, sei dahingestellt. Auf jeden Fall hätte Regisseur Peter Sellars auf die Attacke des Schriftstellers die passende Riposte parat. In seiner Stegreif-Laudatio auf Markus Hinterhäuser, den Preisträger des Mortier Award 2017, definierte er gerade das Spiel als essenziell: als eine nach allen Seiten offene Checklist für die Überprüfung der Realität, als «Wartungssystem für die Demokratie», als Gegenentwurf zu Kommerz und Ideologie. Jeder Mensch trage in seinem Inneren viele Universen, und Kunst, Theater biete die ...

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Opernwelt August 2017
Rubrik: Magazin, Seite 61
von Gerhard Persché

Vergriffen
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