Da legst di nieder: Vuyani Mlinde (Astradamos), Hubert Wild (Fürst Go-Go). Foto: Theater/Ingo Höhn

Die Musik sagt alles

Das Luzerner Theater bringt im Schulterschluss mit dem Lucerne Festival Ligetis «Grand Macabre» in der Regie von Herbert Fritsch heraus, John Eliot Gardiner gastiert mit seinem Monteverdi-Zyklus

Opernwelt - Logo

Die zukunftsweisende Idee einer Salle Modulable als neuem Stadttheater in Luzern ist in den Wogen des politischen Tagesgeschäfts untergegangen. Dessen ungeachtet treibt Michael Haefliger, Intendant des Lucerne Festival, die schrittweise Erweiterung des von ihm geleiteten Konzertfestivals in Richtung Musiktheater weiter voran. Dies zum einen in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Theater, das die erste Produktion seiner neuen Saison jeweils in das Programm des Festivals integriert – und da das Haus derzeit von Benedikt von Peter geleitet wird, fallen kräftige Akzente ins Angebot.

Zum anderen experimentiert Haefliger schon seit geraumer Zeit mit Formen des Musiktheaters abseits der herkömmlichen Bühne. 2013, zum 200. Geburtstag Wagners, realisierte er einen aufsehenerregenden «Ring» mit einem erstklassigen Ensemble, den Bamberger Symphonikern und ihrem damaligen Chefdirigenten Jonathan Nott. Diesen Sommer nun gab es, ebenfalls halbszenisch, die drei erhaltenen Opern Claudio Monteverdis – im Rahmen eines weit ausgreifenden Tournee-Projekts mit dem Dirigenten John Eliot Gardiner und seinen Kräften.

Vergangenes Jahr hatte sich das Luzerner Theater mit einer beispielhaften Produktion von ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt November 2017
Rubrik: Im Focus, Seite 24
von Peter Hagmann

Vergriffen
Weitere Beiträge
Entschweizert

Neues Team, neuer Schwung. Zum Auftakt seiner Intendanz in Saarbrücken nahm sich Bodo Busse eines Meisterwerkes an, das mit den drei Reitergalopp-Minuten seines Geschwindmarsch-Ouvertürenschlusses unsäglich populär ist, während die restlichen dreieinhalb Stunden kaum mehr bekannt sind. Aufführungen dieses für Halévy, Meyerbeer und den jungen Wagner wegweisenden...

Was kommt... November 2017

WOZZECK
Ihre Ansätze, so steht zu vermuten, werden sehr unterschiedlich sein. Umso spannender, welchen Zugang Stefan Herheim und Axel Kober  in Düsseldorf bzw. Robert Carsen und Leo Hussain am Theater an der Wien zu Bergs Meisterwerk gefunden haben. Ein Vergleich

LEOŠ JANÁČEK
Ein Kinderspiel? Märchen? Metapher? «Das schlaue Füchslein» wirft viele Fragen auf....

Lehár ohne Schmalz

Schau an, das können sie also auch! Die Frankfurter Oper gilt nicht unbedingt als Hort der Operette – die konzertante Aufführung von Lehárs «Graf von Luxemburg» (1909) war tatsächlich eine Frankfurter Erstaufführung, sie hat dem dortigen Publikum außerordentlichen Spaß bereitet. Dem Hörer des CD-Mitschnitts geht es, mit Einschränkungen, genauso. Das Frankfurter...