Derb und subtil

Bern Britten: A Midsummer Night’s Dream

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Vor Kurzem bewegte sich Dirk Bach noch zwischen Kakerlaken und Känguruhoden. Dass der Kölner Comedian mit der barocken Figur und dem Hang zum trashigen Humor viel mehr kann, als das RTL-Dschungelcamp mit allerlei Hüten und Zoten zu dekorieren, zeigte das langjährige Ensemblemitglied des Kölner Schaupielhauses am Berner Stadttheater in Brittens «A Midsummer Night’s Dream». Ganz allein steht er zu Beginn als Straßenkehrer auf der Bühne, ehe sich der Platz allmählich mit verschiedenen Paaren füllt.

Regisseur Anthony Pilavachi hat diesem Sommernachtstraum einen pantomimischen Prolog vorgeschaltet, der den von Britten gestrichenen ersten Akt der Shakespeare-Komödie andeutet. Die Fetzen fliegen, der Brautstrauß landet im Mülleimer. Dirk Bach riecht an einer Blüte – dann erst setzt die Musik ein mit ihren zarten Streicher-Glissandi, die in der sensiblen, klangschönen Interpretation des Berner Symphonieorchesters unter der Leitung von Dorian Keilhack ihn den Boden unter den Füßen verlieren lassen. Unter den Händen von den als Schulkinder gekleideten Elfen (charmant und intonationsrein der Kinderchor der Musikschule Köniz) verwandelt sich der Müllmann zu Puck – mit Clownsmund und großen ...

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Opernwelt Juni 2009
Rubrik: Panorama, Seite 41
von Georg Rudiger

Vergriffen
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