Den Normalfall gibt es nicht

Musikermedizin ist ein interdisziplinär angelegtes Fach, das Sängern und Instrumentalisten weiterhelfen kann, die über berufsbedingte Störungen klagen. Erfahrungen aus der Praxis

Der menschliche Körper ist nicht grenzenlos belastbar. Eine Binsen­weisheit. Wer es übertreibt oder dauerhaft gesundheitsschädlichen Einflüssenausgesetzt ist, handelt sich nichtselten chronische Beschwerden ein. Zu den von der gesetzlichen Unfallversicherung anerkannten Berufskrankheiten gehören durch Lärm verursachte Hörschäden. Ein Syndrom, das unter Orchestermusikern weit verbreitet ist. Dass Instrumentalisten die Ohren sausen oder Sängern die überlastete Stimme versagt, kommt leider häufig vor.

Hilfe verheißt ein «spartenübergreifendes» Fach, das Tonkunst und Heilkunst, künstlerische und organische Phänomene zusammendenkt: die Musikermedizin. Porträt einer jungen Disziplin


Wer sich beim Surfen in den unendlichen Internet-Welten deutscher Universitätskliniken verirrt, der stößt neben den Kernbereichen wie Chirurgie, Innere Medizin, Orthopädie oder Gynäkologie auf Exoten: Tauchmedizin, Tropenmedizin, Flugmedizin, Lasermedizin. Das sind kleine Institute mit Spezialisten, die in überschaubaren Bereichen hohe Kompetenz entwickelt haben. Sie gelten als lebendige Raritäten; viele kennen sie nicht, einigen sind sie nur vom Hörensagen bekannt. Seit Jahren hat sich ein neues, ebenfalls ...

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Opernwelt Jahrbuch 2018
Rubrik: Musikermedizin, Seite 84
von Wolfram Goertz

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Das Verschüttete aufspüren

Toshio Hosokawas Musik lebt aus dem Spannungsverhältnis von japanischer Tradition und westlicher Avantgarde. Drei seiner Opern – «Hanjo» (2004), «Matsukaze» (2011) und zuletzt «Stilles Meer» (2016) – beruhen auf Stoffen des japanischen Nō-Theaters. Für sein jüngstes Musiktheaterwerk «Erdbeben. Träume» hat Hosokawa sich, wie bei seinem Erstling «Vision of Lear»...