Das Stück schreiben wir selbst!

Seit 15 Jahren gibt es die «Kinderopernhäuser» der Berliner Staatsoper. Hier wird wertvolle Grundlagenarbeit geleistet – nicht nur für die Musik, sondern fürs Leben

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Kinderoper, das kann zweierlei sein: eine Oper für Kinder, aber auch eine Oper von Kindern gemacht. In Berlin, wo das Angebot für den Publikumsnachwuchs groß ist, gibt es beide Versionen in starker Ausprägung. Die Komische Oper hat sich mit ihren Produktionen für Kinder einen sicheren Ruf erworben: Fast immer handelt es sich bei den Stücken um Auftragswerke des Hauses, immer wird im großen Saal gespielt.

An der Staatsoper wird hingegen Oper von Kindern angeboten – wobei die Grenzziehung sanft verläuft: Bei den Produktionen der Komischen Oper wirkt immer der starke Kinderchor des Hauses mit, und bei den «Kinderopernhäusern» der Staatsoper will man immer auch Oper für die Jüngsten machen. Und doch steht dort im Vordergrund, dass Kinder selbst auf der Bühne stehen, dass sie durch die eigene Mitwirkung erleben, was Musiktheater sein kann, dass sie Erfahrungen machen, die wichtig sein können für ihr Leben: Das reicht vom Singen und deutlichen Sprechen bis hin zu sozialen Kompetenzen wie die Fähigkeit zu gemeinschaftlichem Arbeiten und zum Diskutieren. Denn die Stücke werden meist selbst entwickelt – bei oft mehr als 20 kindlichen Mitwirkenden muss da ein gemeinsamer Nenner gefunden ...

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Opernwelt September-Oktober 2025
Rubrik: Magazin, Seite 92
von Clemens Haustein

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TV, Streams. Kino 9/25

arte

01.09. – 00.15 Uhr
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Editorial OW 9/25

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