Das Spiel vom Leben und vom Tod
Nicht einmal der Elefant befand sich im Raum. Weil man Markus Hinterhäuser ja in diesem Sommer ständig und überall sehen oder persönlich begegnen konnte.
Auf der Hofstallgasse vor den Festspielhäusern, in den Spielstätten selbst, wo der geschasste Intendant naturgemäß nicht seinen Stammplatz einnahm, einmal sogar auf der Mozarteum-Bühne, wo er allen Erwartungen trotzte und tatsächlich wie geplant als Pianist auftrat, um Matthias Goerne zu begleiten, und dies ausgerechnet bei Franz Schuberts Endzeitzyklus: «Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh ich wieder aus» – die «Winterreise» in dieser Situation als einer der besten Festspielwitze anno 2026. Die Reaktion des Publikums war erwartbar: Standing Ovations.
Messiaen: Saint François d’Assise
Und dann begegnet uns Hinterhäuser auch im Programmheft – in der Schlusspassage eines Interviews, das Romeo Castellucci gegeben hat: «Die Produktion von ‹Saint Fran-çois d’Assise› ist gewissermaßen verwaist und musste ohne die Präsenz jenes Mannes auskommen, der sie sich gewünscht und sich für sie eingesetzt hat», lässt da der Regisseur wissen. Und wird deutlich: «Oper der Arroganz einer kleinkarierten Politik, welche der Kultur die Flügel stutzen ...
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Opernwelt September/Oktober 2026
Rubrik: Im Focus, Seite 4
von Markus Thiel, Walter Weidringer
arte
05.09. – 23.05 Uhr
Kissinger Sommer 2025
Tschechische Philharmonie
Beim Kissinger Sommer standen im vergangenen Jahr ausschließlich Werke tschechischer und französischer Komponisten auf dem Programm. Maurice Ravels «La Valse» eröffnete den Abend, gefolgt von Saint-Saëns’ Erstem Cellokonzert und Dvořáks «Slawischen Tänzen».
06.09. – 17.45 Uhr
Concerto per...
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Aachen Theater Aachen
www.theateraachen.de
– Verdi, Don Carlo: 10. (P), 15., 30.10. ML: Török, I+B: Tzavara, K: Hiller, S: Barberi, Rojas, Ruvalcaba, Bell, Lawreszuk, Akbari, Popova, Franssen – Donizetti, L’elisir d’amore: 25.10.
...
Ach, Kinder, was waren das doch für Zeiten, die viel besungenen «Goldenen Zwanziger», besonders im Großstadtdschungel von Berlin, wo es noch am einfachsten war, sich zwischen Rausch und Ruin, Inflation und Inspiration, Kapitalismus und Kunst, Wahn und Witz hindurchzuschlängeln. Den Soundtrack zu dieser ausgelassenen Stimmung, die das in der Metropole herrschende...
