Das Leben ist eine Party

Verdi: Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper München

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Ganz schnell kann das gehen mit diesem Begriff. Anständig bis hochachtbar gesungen, ein Sopran, ein Tenor – ecco: Das nächste «Traumpaar» ist geboren. So gerade in den Augen und Ohren mancher nach der «Rigoletto»-Premiere an der Bayerischen Staatsoper. Dabei haben die beiden wenig miteinander gemeinsam (was ja wieder stückimmanent wäre). Sie: mit anfangs flackernder, später immer konzentrierterer Stimmgebung, eine Lyrische mit dramatischem Potenzial, Seelentöne ohne Süßlichkeit – Serena Sáenz räumt als Gilda groß ab.

Er: mit hellem, eher eng geführtem Tenor, ein Klang-Laserstrahl, der mit der Zeit unter immer mehr Mühen produziert wird. Bekhzod Davronov bietet als Herzog das perfekte Type-Casting, ein Farben- und Nuancenkünstler ist er weniger.

Der Dritte im Bunde macht mit wuchtiger singdarstellerischer Präsenz das wett, was die Regie ihm verweigert. Kurz nach Probenbeginn stieß Ariunbaatar Ganbaatar zum Team, Igor Golovatenko hatte die Titelpartie «aus persönlichen Gründen» zurückgegeben. Ganbaatar, gebürtiger Mongole, führt einen reichen, rauchigen Bariton ins Verdi-Feld, dem das entscheidende Gran Erz fürs druckfreie Auftrumpfen fehlt. Dennoch ein Trio der Oberklasse, das sich ...

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Opernwelt Mai 2026
Rubrik: Panorama, Seite 64
von Markus Thiel

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