Business oder Kunst?

Verona, Verdi: Aida, Puccini: La Bohème

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Bis zu zweiundzwanzigtausend Zuschauer fasst die Arena di Verona, wenn man es mit den Sicherheitsvorschriften nicht so genau nimmt. Diese Besucherzahl erreicht man ­allerdings nur in Ausnahmefällen, mit besonders zugkräftigen Werken. Interessant ist dennoch, dass die Arena bereits dann kostendeckend arbeiten kann, wenn lediglich eine Auslastung bis zu viertausend Zuschauern stattfindet. So etwas gibt es aber fast nie. Zehn- bis zwölftausend zahlende Gäste sind es eigentlich immer. Wenn also ein Open-Air-Spektakel zum gewinnträchtigen Geschäft geworden ist, dann ist es Verona.


Das gilt in diesem Jahr besonders für «Aida» und «Bohème», wobei nur die Letztere künstlerische Ansprüche erheben konnte. Ein Totalausfall war der ohne untere Lage agierende Giorgio Surian (Ramfis), Tichina Vaughn als Amneris brachte nicht annähernd eine ihrem Körper­volumen entsprechende Stimme ein – schlechte Voraussetzungen für einen «Aida»-Abend. Dazu kamen Unsauberkeiten im Orchester und überlange Pausen, weil etwas hinter der Bühne den geplanten Ablauf hinderte, ohne dass Informationen ans Pub­likum gegeben wurden. Nur zwei Lichtblicke: Der eine war Salvatore Licitra, ein Radames mit wunderschönem ...

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Opernwelt November 2005
Rubrik: Panorama, Seite 51
von Klaus-Ulrich Groth

Vergriffen
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