Auf höchstem Energielevel
Geschwindigkeit hat es ihm angetan. Wenn Nicholas Brownlee ein Ziel ansteuert, dann mit größtmöglicher Energie und maximalem Tempo. Mit 13 setzt ihn sein Vater zum ersten Mal in ein Rennauto. Schon früh zeigt sich, dass er Talent zum Rennfahrer hat. Zehn Jahre lang fährt er Sportrennen quer durch den Südosten der USA. Als Jugendlicher hört er vor allem Rap und Countrymusik. «Damals kannte ich keine einzige Oper und hatte noch nie ein Kunstlied gehört», gesteht der Bariton.
Seine Leidenschaft für das Singen erwacht erst im Kirchenchor, wo seine kräftige Stimme aufhorchen lässt und intensiv gefördert wird. Nach den Autorennen fährt Brownlee nachts oft Hunderte von Kilometern nach Hause, um am Sonntagmorgen pünktlich in der Kirche zu sein. Nach der Highschool studiert er Chorleitung und Dirigieren. An seiner Abneigung gegen die Oper ändert das nichts. «Das war einfach nicht meine Welt.»
Doch als er als Choraushilfe von der Seitenbühne zum ersten Mal eine Aufführung von «La traviata» erlebt, packt ihn das Opernfieber: «Das war der Aha-Moment, der mein Leben für immer verändert hat. Die Aufführung war an einem Sonntag. Tags darauf wechselte ich schon mein Hauptfach in Vocal performance ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt August 2021
Rubrik: Magazin, Seite 60
von Silvia Adler
JUBILARE
Hannelore Bode studierte bei Ria Schmitz-Gohr in ihrer Heimatstadt Berlin und setzte die Ausbildung am Salzburger Mozarteum sowie bei Fred Husler in Hamburg und Lugano fort. 1964 debütierte sie am Stadttheater Bonn als Antonia in «Les Contes d’Hoffmann». Zu den weiteren Stationen gehörten Basel, Düsseldorf, Bremen und Hannover. 1970 trat die Sopranistin...
Kommt man nach einiger Zeit wieder nach Paris, so ist man erneut gepackt von der Schönheit, Pracht, Vitalität und Dynamik der Stadt. Die trostlosen Fernsehbilder menschenleerer Straßen während des Lockdowns noch im Gedächtnis, ist man schier perplex, wie rasant das öffentliche Leben wieder Fahrt aufgenommen hat, nicht nur im gewohnt tosenden Verkehr. Auch die...
Die Wolfsschlucht liegt neuerdings an der Seine. Jedenfalls, wenn man sie an den tiefgründigen Sounds misst, die – bei allem spukhaft fabulierten Freikugelzauber – ihr Eigentliches sind. Überhaupt ist es mit dem 2012 von der Dirigentin Laurence Equilbey gegründeten Insula orchestra eine französische Kapelle, die derzeit wie keine zweite aus dem Geist und der Zeit...
