Apropos... Lus auf Oper
Frau Pluhar, vor vier Jahren haben Sie in Utrecht «Dido and Aeneas» von Henry Purcell dirigiert, eine ziemlich schräge halbszenische Aufführung. Dürfen die Besucher im Schlosstheater Schwetzingen Ähnliches erwarten?
Damals gab es lediglich eine konzertante Aufführung. Es freut mich natürlich, dass unsere zugegebenermaßen unkonventionelle Interpretation von «Dido and Aeneas» so begeistert aufgenommen wurde. «Die getreue Alceste» ist eine szenische Produktion des Theaters Heidelberg, mit mehreren Vorstellungen.
In Zukunft möchte ich mich der Oper noch intensiver widmen – einem Genre, in dem ich mich seit jeher sehr zu Hause fühle und zu dem es mich immer mehr zieht. Ich würde mich durchaus als «Opernmenschen» bezeichnen.
Wie kam es zur Wahl des Stücks?
Das Theater Heidelberg produziert im Rahmen der Reihe «Winter in Schwetzingen» jedes Jahr eine Barockoper. Thomas Böckstiegel, der neue Operndirektor, fragte mich, ob ich die «Alceste» von Georg Caspar Schürmann dirigieren möchte. Dem habe ich freudig zugestimmt, da es sich hier um ein wunderschönes Werk eines völlig zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Komponisten handelt.
Sie arbeiten in Schwetzingen nicht mit L’Arpeggiata, ihrem ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Dezember 2019
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Gerhard Persché
Dass er für seine erste Oper als Sujet das längste, rätselhafteste Märchen seines Landsmannes Hans Christian Andersen wählte, lag irgendwie auf der Hand. Diese wunderliche Winterreise zweier Kinder, die in ein Fabelreich aus Eis und Schnee führt, mit sprechenden Pflanzen und Tieren, einer Zauberin, Prinz und Prinzessin. Diese in einfachen Sätzen geronnene...
alpha
01.12. – 21.45 Uhr
Mariss Jansons dirigiert Bruckner: Symphonie Nr. 3
Lucerne Festival, 2005
arte
01.12. – 17.40 Uhr
Lucas Debargue spielt Saint-Saëns’ «Ägyptisches» Klavierkonzert
Dresdner Philharmonie, ML: de Billy
02.12. – 05.00 Uhr
Christmas in Vienna
Wiener Konzerthaus, 2014
Wiener Sängerknaben, Wiener Singakademie, ORF Radio-Symphonieorchester Wien
ML:...
«Der Ruhm mag verschwinden, die Vergessenheit währt ewig.» Der Satz, dem Philosophen Arthur Schopenhauer zugeschrieben, beschreibt das Los längst im Fundus verschwundener Werke, die plötzlich als «Meisterwerke», nicht selten als «sträflich vergessene» Meisterwerke geadelt werden. Umso schöner, wenn sich Festivals oder auch kleinere Bühnen nicht damit begnügen, nur...
