Apokalypse now

Verdi: La forza del destino an der Met New York

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Nach seinem kraftvoll-romantisierenden Doppelpack mit Tschaikowskys «Iolantha» und Bartóks «Herzog Blaubarts Burg» in der Spielzeit 2015/16 kehrte Mariusz Treliński nun – im Rahmen einer Koproduktion mit dem Warschauer Teatr Wielki – als Regisseur von Verdis «La forza del destino» zurück an die Met. Und wie kaum anders zu erwarten, erzählt Treliński die Oper als eine trostlose Geschichte über verlorene Seelen. Angesiedelt ist sie in einer «heutigen» Diktatur; der Marchese di Calatrava erscheint darin wie eine toxische Kombination aus Juan Péron und Donald Trump.

Sein unfreiwilliger Tod bildet Anlass und Ursache jenes Krieges, in den Don Alvaro, Don Carlo und Preziosilla ver -wickelt werden und der in einer postapokalyptischen Untergrundstation sein ruhmloses Ende findet.

Boris Kudličkas klischeehaftes Drehbühnenbild zeigt, passend zu Trelińskis Lesart, eine dystopische Welt, inklusive Stacheldrahtzaun und umgekipptem Auto mit aufgeblendeten Scheinwerfern (Leonoras Fluchtwagen). Das mag noch angehen. Weniger verzeihlich sind die Klangeffekte, so etwa laute Helikopter-Geräusche à la Kubricks «Apokalypse Now», und die entbehrlichen Videos von Bartek Macias. Niemand wird darüber ...

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Opernwelt Mai 2024
Rubrik: Panorama, Seite 50
von David Shengold

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