Alles in Dur
Vor den Durchsagen am Zentralbahnhof zu Amsterdam erklingt, wenn das erinnernde Ohr uns nicht trügt, ein zerlegter Dreiklang als fröhliches Signal. Irgendwie passt dieses optimistisch umgedeutete Moll zum Internationalen Hans- Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerb. Denn Molltrübungen schienen noch vor einem Jahr angesagt: Die Wiener Kammeroper, bis 2012 von Isabella Gabor und Holger Bleck geleitet, wird mittlerweile vom Theater an der Wien bespielt und steht als Austragungsort für den Wettbewerb nicht mehr zur Verfügung.
Da Gabor und Bleck die Namensrechte für den Wettbewerb nicht aus der Hand geben wollen und die Verhandlungen mit der Stadt Wien ergebnislos blieben, musste man sich umsehen. Zum Glück erbot sich die Stadt Amsterdam, das Event großzügig zu unterstützen. Und eine eigens gegründete Stiftung garantiert den Fortbestand – 2014 etwa in Düsseldorf.
Der Belvedere-Wettbewerb gehört zu den größten und bedeutendsten seiner Art, mit über tausend Anmeldungen in diesem Jahr weltweit und einer prominenten Jury. Seit seiner Gründung durch Hans Gabor im Jahr 1982 hat er Weltstars wie Angela Gheorghiu, Angelika Kirchschlager, Elina Garanca hervorgebracht.
Der Abend des 6. Juli im ...
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Opernwelt September/Oktober 2013
Rubrik: Magazin, Seite 93
von Gerhard Persché
Es gibt ein paar Dinge, die machen diese Aktion richtig hügelheimelig. Das Bratwurstdoppel in der Semmel. Das örtliche Weißbier. Die Temperaturen, die sich in der Oberfrankenhalle der Dreißigermarke nähern. Kurz vor der Prestigeanstrengung mit dem neuen «Ring» stemmen die Bayreuther in Kooperation mit der Oper Leipzig ein Vor-Festspiel. Dort, wo sonst Handballer,...
Glanz und Elend Bayreuths sind beispielhaft an den zwei letzten Wiederaufnahmen abzulesen: auf der einen Seite «Tannhäuser», der schon 2011 ein Debakel war und leider noch verschlimmbessert wurde; auf der anderen Seite «Lohengrin», der auch in seiner vierten Saison faszinierend, vielsagend, sehens- und hörenswert, rundherum festspielwürdig ist. Schade, dass...
Herr Sabadus, wo ist der erste Teil Ihres ursprünglichen Namens Barna-Sabadus geblieben?
Weg ist er. Das Label hat es so gewollt. Die Agentur auch. Barna – so heißt mein Vater, der unter diesem Namen adoptiert worden war. Ich denke: besser der Name kastriert als die Stimme.
Keine Sorge, Ihre Stimme klingt ganz und gar nicht kastriert. Obwohl es heute immer mehr...
