Allein sein ist öde!
Die CD eingelegt, den Startknopf gedrückt, und schon können wir sie vor uns sehen, die Runde unternehmungsfroher Sänger, ums Fortepiano geschart zur Schubertiade. Wir meinen zwischen den Titeln das Rascheln von Notenblättern zu ahnen, Gelächter, Geplauder. Sei’s in einer Wiener Wohnung, oder eben im Berliner Teldex Studio.
Keine Frage: Atmosphärisch ist sie, diese Sammlung von Trios und Quartetten, Liedern und Duetten, die Marlis Petersen, Anke Vondung, Werner Güra, Konrad Jarnot und Pianist Christoph Berner dieser etwas vernachlässigten Seite Schuberts gewidmet und kürzlich bei Harmonia Mundi herausgebracht haben, anknüpfend an die beiden «Liebeslieder»-Alben mit Werken von Brahms und Schumann.
«Licht und Liebe» ordnet Kompositionen aus allen Schaffensphasen Schuberts zu einer Art Lebenskreis, der von der Jugend bis zum Tod reicht und dabei an Dichte ständig zunimmt – in gewisser Weise eine gestraffte, modernisierte und dramaturgisch bestens durchdachte Variante der Einspielung der Deutschen Grammophon von 1973, auf der sich viele Nummern ebenfalls finden (mit Janet Baker, Elly Ameling, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau). Los geht’s mit weltlichen und – warum nicht! – ...
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Opernwelt August 2013
Rubrik: CD des Monats, Seite 31
von Wiebke Roloff
Aschenbrödels Familie ist ausgewandert – in die USA. Dort siedeln der junge englische Regisseur Sam Brown und die Ausstatterin Annemarie Woods «La Cenerentola» an. Dass die beiden Gewinner des European Opera Directing Price und des «Ring»-Award 2011 nun am Luzerner Theater Regie führten, ist kein Zufall: Intendant Dominique Mentha betätigt sich gern als...
Vierzehn Tage nach Absage der Händel-Festspiele herrscht Kaiserwetter in Halle. Von Flutschäden ist nichts mehr zu sehen. Nur die Verantwortlichen streiten öffentlich, ob die Absage nötig war. Halles Opernintendant Axel Köhler holt seine ausgefallene Premiere, Händels erste Oper, «Almira, Königin von Kastilien» (1705), nach, weil das Haus die Produktion braucht.
Wer...
Mit Michael ging es los. Dem Hausheiligen und Schutzpatron, der «höchsten geistigen Macht» des Komponisten. Sein Tag ist der «Donnerstag», das älteste Stück des siebenteiligen «Licht»-Zyklus, an dem Karlheinz Stockhausen von 1978 bis 2003
arbeitete. Ein Tag des «Lernens», der spirituellen Besinnung, der kosmischen Entgrenzung des Bewusstseins. Dann war Luzifer an...
