Martin Geck: «Beethoven. Der Schöpfer und sein Universum», Siedler, München 2017. 512 Seiten; 26 Euro
Allein Freiheit
Die Lobpreisung kam aus berufenem Munde: «In einem ähnlichen Sinn wie dem, in welchem es nur die Hegelsche Philosophie gibt», proklamierte Theodor W. Adorno in seiner brillanten, fragmentarischen Studie über den Komponisten, «gibt es in der Geschichte der abendländischen Musik nur Beethoven.» Beethovens Musik, das war Adornos apodiktische Überzeugung, sei «das Bild jenes Prozesses, als den die große Philosophie die Welt begreift. Also: nicht Bild der Welt, sondern ihrer Interpretation.
»
Genau darum, um die Interpretation von «Welt», um den «Schöpfer und sein Universum» (so der Untertitel) geht es auch Martin Geck in seinem großen Beethoven-Buch, das zwar die Zuneigung für seine Vorbilder kaum verhehlt, das eigene Denken über den «Gegenstand» jedoch keineswegs in den Schatten stellt. Geck interessiert sich selbstbewusst weniger für den biografischen Aspekt; sein literarisch, historisch und musikwissenschaftlich elegant-bewanderter Versuch legt den Fokus auf die zahlreichen Kontexte im Werk (und in der Gestalt) Beethovens, auf dessen Stellung in der Gesellschaft (damals, in der Moderne und danach), auf seine Wirkungsmacht. Nicht das Œuvre als abstraktes System will der Autor ...
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Opernwelt Januar 2018
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 30
von Jürgen Otten
Die Barockoper jenseits von Monteverdi und Händel ist auf den Bühnen noch immer eine Rarität. Ganze Bereiche barocker Opernschätze sind ungehoben. Das betrifft vor allem den Übergang vom venezianischen Früh- zum neapolitanischen Hochbarock, aber auch das von Metastasio kodifizierte Dramma per musica, das seit den 1720er-Jahren von Neapel aus ganz Europa eroberte....
alpha
01.01. – 20.15 Uhr
Dudamel dirigiert die Berliner Philharmoniker – live in der Waldbühne 2017
06.01. – 11.00 Uhr
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07.01. – 20.15 Uhr
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14.01. – 20.15 Uhr
Jansons dirigiert Rachmaninow und Corigliano
21.01. – 20.15 Uhr
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01.01. –...
59. Jahrgang, Nr 1
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