... aber es gibt Hoffnung
Oper und Corona. Man könnte inzwischen genauso gut von Gott und Satan sprechen. Die Zuschauerräume sind leer. Genau das, wofür wir innigst kämpfen sollen, die Oper, geht nicht mehr. Studieren, Opernregisseur werden, eine Karriere aufbauen, den Druck des Studiums aushalten, uns im (stark strukturierten) Establishment des (stark subventionierten) Opern-Business durchsetzen, vorbei an (längst) etablierten Regisseuren, in dem Versuch, einen Intendanten oder Chefdramaturgen für ein Inszenierungskonzept zu begeistern. Überhaupt diese Möglichkeit bekommen.
Und nebenbei die Oper der Zukunft gestalten. Das ist das tägliche Brot, das uns speist.
Und jetzt Corona. Wir, die ganz am Ende der Nahrungskette stehen, sehen nun, wie das Operngeschäft international (teilweise) paralysiert ist. Für neue Inszenierungen kommen erst die (bereits erwähnten) etablierten Regisseure in Frage. Letztlich verraten all die unterschiedlichsten «Lösungen», die gerade angeboten werden, die unterschiedlichsten «Haltungen» gegenüber der aktuellen Krise. Mehr noch – sie entlarven, wie manche Opernhäuser mit der Kunstgattung Oper umgehen – und wie privilegiert wir sind, trotz Weltkrise …
Und jetzt? Einfach so ...
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Opernwelt März 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 24
von José Cortés
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Thetis galt als die schönste Tochter des Meeresgottes Nereus; Peleus wiederum war ein normaler, sterblicher Mann, vielleicht ein bisschen der Typus macho mediterraneo. Als er die in einer Grotte schlafende Nymphe sah, überwältigte er sie und ließ sie nicht mehr los, obwohl sie sich ihm durch allerlei Zaubertricks zu entziehen suchte. Doch sein respektloses Zupacken...
Mozart schrieb sein einziges Oratorium «Betulia liberata» im Frühsommer 1771 zwischen der ersten und zweiten Italienreise. Der Auftrag kam aus Padua, dort wurde das Werk aber nie aufgeführt. Das über 50 Mal, zuletzt 1821 von Antonio Salieri vertonte Libretto der für die Karwoche bestimmten «Azione sacra» stammt von Metastasio. Der vielfach in Literatur, Malerei und...
