100. Todestag Gabriel Faurè
Dem französischen (Musik-)Philosophen, Debussy-Biographen und Autoren des vielleicht tiefsinnigsten Buches über den Tod, Vladimir Jankélévitch, verdanken wir eine fundiert-feinsinnige Skizzierung der Musik jenes Komponisten, dessen Schöpfungen, mit Ausnahme seines regelmäßig aufgeführten Requiems, noch heute nur wenigen Eingeweihten vertraut ist.
«Wie einem Wanderer, der die Berghänge von Faurés okzitanischer Heimat erklimmt und die Aussicht bewundert, die sich seinen entzückten Augen bietet», so Jankélevitch, «erscheint uns sein Werk: Linien von Bergkämmen, die sich kreuzen und auseinanderlaufen, majestätische Gipfel, das Gefühl von stillstehender Zeit, die Reinheit und Kargheit der Luft, irisierende Lichter …» Besser kann man die Faszination, aber auch das Enigmatische dieser Musik wohl kaum beschreiben. Man kann aber auch einfach mal in die Noten hineinschauen, um reichlichen Lohn davonzutragen. Und das nicht nur im Fall der melodiés, an deren Verbreitung und Ruhm Fauré mit rund 100 Stücken maßgeblich beteiligt war, sondern auch auf dem Gebiet des Musiktheaters – mit seiner «Pénélope» hat dieser Komponist doch zumindest ein bedeutendes Werk hinterlassen
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Opernwelt Jahrbuch 2024
Rubrik: 100. Todestag Gabriel Faurè, Seite 128
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