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Verdi: Macbeth Wien / Staatsoper

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Im internen Ranking der Verdi-Opern nach Aufführungshäufigkeit steht «Macbeth» nicht ganz oben. Die letzte Neuproduktion der Wiener Staatsoper vor jener heiß umstrittenen durch Vera Nemirova im Dezember 2009 stammte aus dem Jahr 1982. Und jetzt, nach bloß sechs Jahren (und knappen fünf unter Dominique Meyer) bereits wieder eine Neuinszenierung.

Warum? Weil die der Nemirova den Afficionados damals derart die Zornesröte ins Gesicht trieb, dass sie die Premiere total zerbuhten und die Produktion insgesamt als Totgeburt behandelten? Meyer, der ein halbes Jahr später das Ruder der Staatsoper übernahm, holte sie nie ins Repertoire.

Dieses Schicksal wird Christian Räths Inszenierung erspart bleiben. Sie stößt nirgends an und daher auf breite Zustimmung. Beruhigt kann man sich zurücklehnen – das Risiko, die kleinen grauen Zellen strapazieren zu müssen (wie bei Nemirova), ist begrenzt. Nicht, dass Räth und sein Bühnenbildner Gary McCann das Ganze nun in gemalten Kulissen angesiedelt hätten. Aktualität war durchaus beabsichtigt: Das Geschehen ist grosso modo in einem Betonbunker verortet (den Uniformen nach könnte es sich irgendwo im europäischen Osten zutragen), und bei «Patria oppressa» ...

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Opernwelt Dezember 2015
Rubrik: Panorama, Seite 51
von Gerhard Persché

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