Zürich ruft
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«Schlag nach bei Shakespeare», trällern die beiden Ganoven in Cole Porters Broadway-Genie-Streich von 1948. Das Ziel, von der renitenten Schauspielerin Lilli Vanessi alias Katharina die Spielschulden ihres (natürlich immer noch geliebten) Verflossenen Fred Graham alias Petruchio einzutreiben, haben sie zwar nicht erreicht. Und auch der in flotter...
Schon mit dem Bühnenerstling «Adolf Wölfi» steuerte Georg Friedrich Haas 1981 auf das Spannungsfeld von Genie und Wahn zu. Auch «Nacht», die zweite Kammeroper des 1953 in Graz geborenen Komponisten, befasste sich in den neunziger Jahren anhand von Textfragmenten Hölderlins mit dem Thema «Umnachtung». Nach einem Exkurs zu Poe und Kafka, deren Texte gleichfalls eher...
In der Regel singt der Mensch, um einen außerordentlichen Gefühlszustand auszudrücken – ein Umstand, den sich der Kunstgesang zunutze macht, speziell in der Oper. Wenn einer nun «Bitte ein großes Bier» schmettert, so handelt es sich entweder um einen säumigen Vokalisten, der die Bestellung in der Kantine dazu benutzt, um sich für die Probe einzusingen. Oder aber...
