Zauberschön!

Strauss: Ariadne auf Naxos am Theater Magdeburg

Opernwelt - Logo

Der englische Regisseur James Bonas feiert mit «Ariadne auf Naxos» in Magdeburg (man spielt die spätere, mit einem langen «Vorspiel» bestückte Fassung) sein Deutschland-Regiedebüt. Und er darf gerne, sehr gerne wiederkommen! Das «Vorspiel» inszeniert Bonas auch als solches, lässt die Sängerinnen und Sänger (nebst Schauspielerin Susi Wirth als rauchig-genervtem Haushofmeister) vor dem «Eisernen» spielen. Da wird der lustig verkniffene Musiklehrer (Marko Pantelić) sofort nach Erscheinen mit Rosen beworfen. Diese wiederum werden von einem Bühnenarbeiter schnell entsorgt.

Und Emilie Renard ist ernsthaft «investiert», wenn sie/er sich wirklich Sorgen um das Gelingen seiner ernsten Oper macht. Renard singt – hier noch (schlau!) unübertitelt – mit klarster Diktion, mit der Unschuld einer Knabenstimme und rührt sogleich das Herz. Arnold Bezuyen als «Der Tenor» ( just letzten Sommer als Mime zu Gast bei den Bayreuther Festspielen) tritt kurz auf, ist aber auch (erst einmal) schnell wieder weg, Soojin Moon-Sebastian (erst drei Tage vor der Premiere eingesprungen) kommt als Ariadne im Bademantel, noch ungeschminkt aus der Maske und regt sich über die Zustände hinsichtlich der ungeklärten ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt April 2023
Rubrik: Panorama, Seite 52
von Arno Lücker

Weitere Beiträge
Sieben Fragen an David Hermann

Wann haben Sie zuletzt in der Oper geweint?
Tränen gelacht zuletzt bei Tobias Kratzers «Götterdämmerung», als eine Norn und später Waltraute als meine Doppelgängerinnen auftraten.

Wo würden Sie ein Opernhaus bauen?
Ich würde kein neues Haus bauen, vielmehr schauen, wie man die vielen, die es schon gibt, für die Zukunft erhalten und verändern kann. Wie kann man...

Ewiges Elend

Im vergangenen Jahr arbeitete die Nationaloper Lviv an der Grenze des menschlich Möglichen. Trotz zahlloser Unterbrechungen durch Sirenen und Stromausfälle brachte sie mehrere Neuproduktionen auf die Bühne des zum UNESCO-Welterbe zählenden Hauses. «Das ist unsere Frontlinie», sagen ukrainische Künstlerinnen und Künstler. Die letzte dieser Premieren mit dem Titel...

Personalien, Meldungen 4/23

JUBILARE

Aus dem oberfränkischen Rehau stammt der dort am 15. April 1953 geborene Klaus Angermann. Er studierte Musikwissenschaft an der Freien Universität Berlin sowie an der Philipps-Universität Marburg und schließlich bei Helga de la Motte-Haber an der Technischen Universität Berlin. Von 1985 bis 1990 beschritt er zunächst auch eine Laufbahn als Sänger und trat...