Work in Progress
In der Verantwortung des Kultursekretariats NRW und der Landesregierung gibt es zwei Fonds: Einer heißt «Neues Musiktheater», der andere «Experimentelles Musiktheater». Worin unterscheiden sie sich, und wo arbeiten sie zusammen – denn trotz der unterschiedlichen Ansätze gibt es ja bestimmt auch Überschneidungen?
Der «Fonds Neues Musiktheater» ist eine schon etwas ältere Einrichtung des NRW-Kultursekretariats: Seine Aufgabe ist es, durch Zuschüsse Uraufführungen oder Aufführungen zeitgenössischer Werke an den kommunalen Bühnen des Landes zu fördern.
Der «Fonds Experimentelles Musiktheater» hingegen ist eine gemeinsame Einrichtung des Kultursekretariats und der Kulturstiftung des Landes NRW, die seit 2005 existiert. Er soll insbesondere dem musikalischen Experiment ein Forum geben. Die beiden Institutionen berufen eine Jury ein und fordern dann national und international junge Künstlerinnen und Künstler auf, sich um den Fonds zu bewerben. Die Jury wählt dann aus durchschnittlich 50 bis 60 Einsendungen pro Jahr eine oder zwei Produktionen aus, die an den kommunalen Theatern realisiert werden sollen. Es gibt immer ein kommunales Theater, das Mitträger dieser Projekte ist. Der Fonds ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Es ist schwer, der Versuchung zu widerstehen, den Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny als aktuellen Abgesang auf den Turbokapitalismus zu inszenieren. Zu gut passen die geschilderte Dekadenz, der gnadenlose Materialismus, die Dominanz des Geldes und der drohende Zusammenbruch zu den Schlagzeilen dieser Tage. Regisseur Thilo Reinhardt geht im Theater Trier einen...
Ein Trompe l’oreille ist diese Musik, nur scheinbar glanzvoll die Regenbogenbrücke am Schluss des «Rheingold». «Falsch und feig ist, was dort oben sich freut», klagen denn auch die Rheintöchter. Und selbst das Heldenmotiv (in Wien am Premierenabend im Übereifer ein wenig verzerrt) strahlt nur vermeintlich. Wotans «großer Gedanke» – eine Schimäre. An dieser Stelle...
In Schauspiel und Film kommen die Heroen der Kompositionsgeschichte prima an, besonders wenn sie von Heroen verkörpert werden. Richard Burton als monomanischer Richard Wagner; Peter Ustinov als verzottelter Beethoven; Martin Held und Ernst Schröder als Bach und Händel, fiktiv sich treffend und verbal sich duellierend: Das alles hat die großen Meister posthum wenig...
