Wo die Liebe endet
Die Causa ist überliefert. Eine junge Frau aus bürgerlichem Hause. Nach dem Tod des Vaters gerät sie in die Fänge ihrer sadistisch veranlagten Schwägerin. Durch diese dauerhaft gedemütigt und von unsichtbaren Dämonen getrieben, legt sie in ihrer Heimatstadt Tangermünde ein Feuer – mit unübersehbaren Folgen. In seiner Novelle «Grete Minde» greift Theodor Fontane die triste Geschichte auf, schmückt und verdichtet sie zu einem Drama zwischenmenschlicher Unzulänglichkeiten, in dem Liebe und Hass einander unversöhnlich gegenüberstehen.
Keine Frage, der Stoff taugt zur Oper. Und wenn alles gut geht, wird die Fontane-Vertonung «Grete Minde» von Eugen Engel im kommenden Jahr erstmals überhaupt auf einer Bühne zu erleben sein, genauer: am Theater Magdeburg. Ihren Schöpfer indes kennt kaum jemand. Nicht einmal das «MGG» widmet ihm auch nur eine Zeile. Was sträflich, ja, nachgerade unverzeihlich ist. Denn wie so viele jüdische Komponisten und wie seine acht (!) Geschwister wurde auch Engel in einem Konzentrationslager der Nazis brutal ermordet; 1943 war das, in Sobibor.
Seine Talente schienen vielfältig. Als Spross einer ostpreußischen Kaufmannsfamilie trug Engel dieses Erbe in seinem ...
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Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Magazin, Seite 59
von Jürgen Otten
62. Jahrgang, Nr 7
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
ISSN 0030-3690
Best.-Nr. 752346
REDAKTION OPERNWELT
Nestorstraße 8-9, 10709 Berlin
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Fax: +49(0)30/25 44 95 12
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REDAKTION
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REDAKTIONSBÜRO
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Das Bonmot, dass Tradition nicht die Verehrung der Asche, sondern die Weitergabe des Feuers sei, stammt keineswegs, wie oft behauptet, von Gustav Mahler, sondern aus der Wortschatzkammer des französischen Sozialdemokraten Jean Jaurès. Doch natürlich passt die Metapher auch gut nach Wien, wo noch vor nicht allzu ferner Zeit Besucher eine hochrangig besetzte...
alpha
04.07. – 21:45 Uhr
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Klassik am Odeonsplatz 2016
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arte
04.07. – 17:20 Uhr
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