«Wir brauchen die Freien»
Frau Hesse von den Steinen, wenn wir Friedrich Nietzsche Glauben schenken wollen, ist der Einsamste der Stärkste. Die von Ihnen mitbegründete Initiative «krea(K)tiv» scheint aber für das genaue Gegenteil zu stehen ...
Richtig! Denn wenn wir dem österreichischen Kabarettisten Werner Schneyder glauben wollen, ist Einsamkeit die Belästigung durch sich selbst.
Ich glaube, dass es wichtig ist, sich zusammenzuschließen! Unsere Initiative bezeichnet sich absichtsvoll als «Verband», weil wir nicht nur eine lose Ansammlung von Einzelkämpferinnen und Einzelkämpfern sind. Nach einem Jahr Arbeit wird inzwischen deutlich, dass sich «krea(K)tiv - musiktheater stands up e. V.» zu einem weit verknüpften Netzwerk entwickelt.
Spielt die Tatsache, dass soziale Netzwerke – trotz aller Kritik an ihren systemimmanenten Fehlerquellen – eine immer höhere Relevanz besitzen, für Ihren Verband eine wichtige Rolle?
Soziale Netzwerke erzeugen Sichtbarkeit und schnelle Kommunikation. Auch «krea(K)tiv» ist aus einer Chatgruppe entstanden. Wir nutzen die sozialen Medien natürlich, um Erfahrungen auszutauschen, uns gegenseitig zu informieren und zu aktivieren. Die inhaltliche Arbeit, nämlich konkret Einfluss auf ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt Juli 2021
Rubrik: Focus Spezial, Seite 16
von Jürgen Otten
Mit seinem «Pierrot Lunaire» hat Schönberg der Musik des 20. Jahrhunderts ganz neue Ausdrucksbereiche eröffnet, zugleich aber mit der Erfindung einer «Sprechstimme» die Interpreten vor das Problem gestellt, weder zu rezitieren noch zu singen, sondern die Noten «unter guter Berücksichtigung der vorgezeichneten Tonhöhen in eine Sprechmelodie umzuwandeln»....
Für den Tod wurde es eine Hängepartie. Das Schach-Match, im Mai 1976 mit der ersten Krebsdiagnose begonnen, endete erst im April 2020. Sich selbst sah Peter Jonas dabei als Ritter, als spielendes, tricksendes Gegenüber des Sensenmanns. So wie es Ingmar Bergman in «Das siebente Siegel» erzählt. Der Film sei «Symbol meines Lebens», pflegte Jonas zu sagen, immer...
Ab und zu ist da die große Vereinsamung. Dann nämlich, wenn sich die Gruppe der ersten Violinen im Philharmonischen Staatsorchester Hamburg zum Dienst versammelt und – bis auf eine Ausnahme – nur Frauen an den Pulten sitzen. Geschmunzelt werde in solchen Momenten, sagt Solveigh Rose, Geigerin und Mitglied des Orchestervorstands. Und gern über den «Quotenmann»...
