Windmaschine und Donnerkasten

Raffaele Pe, Xavier Sabata, Lawrence Zazzo, Franco Fagioli – gleich vier Counter bringen neue Recitals heraus

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Es vergeht kein Monat, ohne dass neue hörenswerte Aufnahmen mit Countertenören auf den Markt kommen. Drei der vier Sänger, deren neueste Alben hier vorzustellen sind, gehören schon zu den etablierten Vertretern ihres Fachs. Der junge Italiener Raffaele Pe ist noch nicht so bekannt, und ob es ihm gelingen wird, zu den Stars der Countertenorszene aufzuschließen, bleibt abzuwarten.

In seinem Album «The Medici Castrato», das den Spuren des Kastraten Gualberto Magli folgt, präsentiert er sich auf einem gesangstechnischen Niveau, das den heute geltenden enorm hohen Standards noch nicht entspricht. Immer wieder wackelt die Stimme, auf langen Tönen drückt Pe nach, vor allem in der oberen Lage sind die Grenzen seiner Möglichkeiten allzu deutlich zu hören. Trotzdem gestaltet er sehr intensiv, unterstützt von zwei vorzüglichen Instrumentalisten. Auch das Repertoire, Monodien unterschied­licher Art aus dem frühen 17. Jahrhundert, verdient neugierige Hörer.

Die «Dilettanten», die Xavier ­Sabata auf seinem Album vorstellt, sind alles andere als komponierende Stümper, wie das heutige Wortverständnis vermuten ließe, sondern durchwegs große Könner, die das Komponieren aber nicht als Beruf, sondern ...

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Opernwelt Dezember 2014
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 28
von Thomas Seedorf

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