Weißt Du, wie das wird?

Zum ersten Mal seit 1951 erlebt Bayreuth einen Sommer ohne Richard-Wagner-Festspiele. Die bereits im März erklärte Kapitulation vor dem Virus hat viele Gründe. Plädoyer für eine Denkpause

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Wer in diesem Sommer nach Bayreuth kommt, muss auf Musik nicht verzichten, nicht mal auf die von Richard Wagner. In Wahnfried, seiner ehemaligen Villa, in der Stadtkirche oder an der frischen Luft in der Wilhelminenaue: Überall finden vor kleinem Publikum Konzerte statt. Unter dem Titel «Summertime Bayreuth 2020» hat die um ihre Touristen fürchtende Stadt in Windeseile ein durchaus beachtliches Programm aus dem Boden gestampft. Auch viele Sänger der Festspiele und Mitglieder des Festspielorchesters beteiligen sich daran.

Organisieren mussten sie die Konzerte freilich in Eigenregie, während die Festspiele bis zuletzt kaum entscheiden konnten oder wollten, ob sie wenigstens den traditionellen Eröffnungstermin am 25. Juli retten möchten. Nun dirigiert Christian Thielemann immerhin ein Konzert mit dem Festspielorchester, aus unerfindlichen Gründen aber nicht im Festspielhaus. Ob vor Publikum oder nur fürs Radio, stand bis Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch immer nicht fest.

Geschäftsführerin Katharina Wagner befindet sich auf unabsehbare Zeit im Krankenstand. Bereits Ende März hatte sie die gesamten Festspiele abgesagt – und damit zu einem Zeitpunkt, als noch niemand die ...

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Opernwelt August 2020
Rubrik: Focus Spezial Bayreuth, Seite 4
von Michael Stallknecht

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