Weg damit?

Zum letzten Mal: Uraufführung beim Carinthischen Sommer

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In den Medien gelte Kärnten nunmehr  als «Land der Gauner und der Narren», klagte dieser Tage ein in die Politik gewechselter Journalist in einer renommierten Wiener Tageszeitung. Er spielte damit nicht nur auf die alljährlich vor allem die Stammtische erheiternde Fernsehübertragung des «Villacher Fasching» an, eine Art alpenländisches «Mainz, wie es singt und lacht», sondern vor allem auf skrupellose Banken und einen Korruptionssumpf, dessen Umfang sich gerade erst abzuzeichnen beginnt.

Dass man vor diesem Hintergrund nun eine Institution rupft, die zur Zeit als eine der wenigen den Ruf Kärntens positiv in die Welt trägt, ist absurd. Und doch hat die Landesregierung dem Carinthischen Sommer die Subventionen so massiv gekürzt, dass deren Spindel, die szenische Aufführung von Kirchen- bzw. Kammeropern, fürs Nächste ausfallen muss.

Mittelpunkt des seit 1969 zelebrierten Festivals ist eine jener Stätten, an denen der liebe Gott wohl einen Schreibtisch stehen hat: das Stift Ossiach, an einem der romantischen Kärntner Seen gelegen, und seine kleine, gleichwohl prachtvolle barocke Stiftskirche. Am 25. Juni 1969, wenige Tage vor seinem Tod im nahen Villach, gab Wilhelm Backhaus dort ein ...

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Opernwelt September/Oktober 2012
Rubrik: Magazin, Seite 96
von Gerhard Persché

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