Was kostet ein Geruch?
Der 1957 geborene englische Komponist Simon Wills hat offenbar, wie viele seiner britischen Kollegen, ein unverkrampftes Verhältnis zur Tradition. Als «Opera buffa» bezeichnet er seine neueste Oper. «The Stolen Smells» ist ein Auftragswerk des Luzerner Theaters und des NDR. In Luzern fand die Uraufführung statt, in der Regie des Luzerner Intendanten Dominique Mentha. Der Komponist selbst leitete das Luzerner Sinfonieorchester. Kurz nach der Premiere ging die Produktion für zwei halbszenische Aufführungen ins Hamburger Kulturzentrum Kampnagel.
Dort spielte das NDR-Sinfonieorchester unter seinem Chef Thomas Hengelbrock. Der NDR zeichnete auf.
Die Oper nach einem Libretto des Komponisten spielt in einem märchenhaften Bagdad und erzählt vom Bäcker Muchtada, der den armen Poeten Djemaal verklagt, weil dieser den Geruch seiner Brote genossen hat und nicht dafür zahlen kann, denn – so der Bäcker – was genossen werden kann, hat einen Wert, und was einen Wert hat, hat auch einen Preis. Zudem ist Djemaal der Geliebte seiner Tochter Amina, und der Vater glaubt sie vor dem Hungerleider schützen zu müssen. Der Dichter wird verurteilt: Wenn er nicht zahlt, wird ihm eine Hand abgehackt. Da ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Bücher beherrschen die Szene. Stefan Heyne entwarf zwei riesige, haushoch-halbrunde Bibliothekswände: das gespeicherte Wissen der Menschheit. Der Band mit dem Schwanenbild fällt indes vom Himmel. Der herbeigebetete Held streckt seinen Widersacher mit einem Buch nieder. Aber: Bücher kann man auch schänden, verbrennen. Sobald der Weg ins allgemeine Heil geebnet...
Frau Larmore, warum werden Ihre Rollen plötzlich böse?
Es war fällig. Aber ich bin fast sicher, dass ich mit mehr grauen Haaren als jetzt daraus hervorgehen werde.
Vor allem bedeutet die Rolle der Küsterin einen Fachwechsel!?
Ich sehe es eher so, dass ich meinen bisherigen Rollen eine neue hinzufüge. Dass die Küsterin funktioniert, hat mich übrigens gar nicht so...
In der Zürcher Neuproduktion von Moshe Leiser und Patrice Caurier verkörpert Cecilia Bartoli die Desdemona von Rossini – ein Rollendebüt, das musikalisch von dem chinesischen Dirigenten Muhai Tang betreut wird. John Osborn ist Otello.
Die Opern von Richard Strauss – er braucht sie wie die Luft zum Atmen: Den Zauberklang seiner Salzburger «Frau ohne Schatten» (2011)...
