Was kommt - Impressum 2/26
Uraufführung I
Eine «aberwitzige Satire zum Stand der Gegenwart» verspricht Olga Neuwirth s neue Oper «Monster’s Paradise». Elfriede Jelinek schrieb das Libretto zu dieser Grand-Guignol-Opéra, Tobias Kratzer inszeniert das Stück an der Hamburgischen Staatsoper.
Bleibt nur die vorsichtige Frage, ob Neuwirths «Polit -groteske» vielleicht schon längst von der bizarren Realität überholt wurde? Wir berichten
Vom Gesang zur Regie
Seit mehr als 30 Jahren gehört die Sopranistin Angela Denoke zur ersten Reihe der Opern- und Liedsängerinnen. Besonders als Marschallin, Salome und Arabella wurde Denoke gefeiert, aber auch für ihre Darstellung verschiedener Wagner-Rollen. Zunehmend arbeitet die Sängerin auch als Regisseurin: Zuletzt inszenierte sie Korngolds «Tote Stadt» in Mainz, «Les Contes d’Hoffmann» in Bremen und «La Bohème» in Lübeck. Ihre «Salome» am Tiroler Landestheater in Innsbruck wurde mit dem «Österreichischen Musiktheaterpreis» ausgezeichnet. Wir haben die Sänger-Regisseurin zum Gespräch getroffen
Uraufführung II
An der Staatsoper Berlin hat Matthias Pintschers nunmehr vierte Oper Premiere: «Das kalte Herz». Wilhelm Hauffs Märchen gehört zu den schönsten und berührendsten Werken ...
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Opernwelt Februar 2026
Rubrik: Impressum, Seite 88
von
Satte 81 Jahre alt ist Peter Konwitschny, und noch immer bereitet es ihm Bauchschmerzen, dass ein Großteil der Opern im Repertoire auf frauenfeindliche Texte komponiert wurde, für die man «sich schämen sollte», wie es der Regisseur im Instagram-Interview der Bonner Oper zu Protokoll gibt. Weil er aber als Sohn eines großen Dirigenten die Musik leidenschaftlich...
Die Vorstellung ist wirklich zu schön, um wahr zu sein: «Mann und Weib und Weib und Mann / reichen an die Gottheit an.» Schon in der Bibel, wo der Herr im Himmel bekanntermaßen eine führende Rolle spielte, taten sich viele Jahrhunderte zuvor erhebliche Zweifel an Schikaneders anachronistischem Liebeskonzept auf; bei Matthäus 5, 28 finden wir sowohl den konkreten...
Im vergangenen Februar wurde die Produktion nochmals dem Fundus entrissen. Für Tenorissimo Michael Spyres, der an der Donau seinen ersten Florestan sang – malerisch zerlumpt, wie es in Otto Schenks Regie-Oldtimer so Sitte war. Wobei Regie: Von diesem «Fidelio» war ohnehin nur noch die Kulissenhülle eines Günther Schneider-Siemssen übrig. 55 Jahre hatte die...
