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Fliegende Fische
Droben im Norden, so sagt man, reden die Menschen nicht besonders viel. Das mag stimmen. Doch im Theater ist das anders, so auch im Stadttheater Bremerhaven, in das sich die Großkritik so gut wie nie verirrt. Im Rahmen der Serie «Opernwelt auf Landpartie» statten wir dem Haus einen Besuch ab und nutzen die Gelegenheit, den neuen «Rosenkavalier» dort zu bestaunen

Freche Zunge
Auf den Mund gefallen war sie schon zu ihren aktiven Zeiten nicht. Und auch seit ihrem Abschied von der Opernbühne 2015 hat sich Elisabeth Kulman das Wort nie verbieten lassen.

Ihre Diagnose ist auch fast zehn Jahre später eindeutig. Ein Gespräch

Finnische Seele
Als sie im Juni vergangenen Jahres starb, war der Schmerz groß, vor allem bei denjenigen, die in Kaija Saariahos Musik mehr sahen als eine Klanglandschaft mit Dissonanzen. Vor allem ihre Opern haben spirituelle Tiefe. Mainz zeigt die Deutsche Erstaufführung von «Emilie». Wir sind dabei

Furiose Bilder
Ihre (Selbst-)Inszenierungen sind längst Legende. Wer aber Florentina Holzinger verdächtigt, mit der Zurschaustellung von Nacktheit die Voyeure dieser Welt zu bedienen, hat wenig verstanden von ihrer Art und Weise, Kunst zu machen und zu ...

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Opernwelt Juni 2024
Rubrik: Impressum, Seite 80
von

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Flickschusterei

Sein «Zar und Zimmermann» ging seit 1837 über 30 deutsche Bühnen. Berauscht vom Erfolg, schrieb Lortzing den «Hans Sachs», der 1840 in Leipzig aus Anlass des 400-jährigen Jubiläums der Buchdruck-Erfindung uraufgeführt wurde. Seine Heimatstadt Berlin hätte sich für solch demagogischen Unfug nicht hergegeben und behandelte ihn ohnehin schäbig. Sachsen hingegen...

Verlorene Seelen im Setzkasten

Ein Mann begegnet eines Tages jemandem, der genauso aussieht, wie er selbst – seinem Doppelgänger. Von Stund’ an wird der Titularrat Goljadkin im zaristischen Russland zum Objekt einer Bewusstseinsspaltung, die ihn schließlich in den Wahnsinn treibt. Soweit die Geschichte in Fjodor Dostojewskis Roman «Dvojnik» («Der Doppelgänger») von 1846. Eine Dystopie, schon...

Schein und Sein

Dieser Nachfolger des großen Caesar übt noch, ein einschüchternder Herrscher zu sein. Zumal das hoheitsvolle Heben des Arms – welches Adolf Hitler knapp zwei Jahrtausende später, antike römische Imposanz imitierend, gar stramm zu perfektionieren suchte – will in seiner Wirkung überprüft sein, um im Einsatz vor den jubelnden Massen dann tunlichst nicht lächerlich zu...