Vorschau und Impressum OW 2/25
Erstaufführung I
Ein Tinnitus-Geräusch wird zur Oper: Eine Frau kann nicht mehr schlafen, weil sie von einem tiefen Brummton heimgesucht wird. Anderen geht es ähnlich, ein Philosoph vermag offenbar zu helfen. 2022 wurde der Opernthriller «The Listeners» der US-Amerikanerin Missy Mazzoli in Oslo aus der Taufe gehoben. Wir berichten von der Deutschen Erstaufführung in Essen
Erstaufführung II
Noch eine Novität: Das Badische Staatstheater Karlsruhe zeigt «Phèdre» des französischen Frühklassikers Jean-Baptiste Lemoyne.
Ausgebildet in Berlin bei Johann Gottlieb Graun, kehrte der heute weitgehend unbekannte Komponist über Warschau nach Paris zurück. Die Wiederentdeckung von «Phèdre» vor vier Jahren war eine Sensation
Gegen das Vergessen I
Ein eindringliches Zeichen gegen Hass und Verdrängung will die Staatsoper Hannover mit dieser Auftragsarbeit setzen: Der Schweizer Komponist Michael Wertmüller schrieb mit «Echo 72 – Israel in München» eine Oper, die Bezug nimmt auf den Terroranschlag bei den Olympischen Spielen 1972. Wir gehen zur Uraufführung
Gegen das Vergessen II
Walter Braunfels gehörte als sogenannter «Halbjude» zu den von den Nazis verfemten Komponisten. In den 1920er-Jahren ...
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Opernwelt Februar 2025
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Aachen
Theater Aachen
www.theateraachen.de
- Mozart, Die Zauberflöte: 2., 25.
- Offenbach, Orpheus in der Unterwelt: 8. (P), 15., 23. ML: Chung, I+B: Dijkema, K: Tadéoni - Kemp, Vom Fischer und seiner Frau: 13., 14., 28.
Altenbur...
Der wichtigste Protagonist bleibt ungesehen. Weder im Klappentext noch im Hauptteil des Bildbandes «Through the Looking Glass», der Arbeiten des Münchner Theaterphotographen Wilfried Hösl aus 39 Jahren dokumentiert, ist sein Porträt zu sehen. So bleibt der Mann hinter der Kamera ohne Gesicht, dessen Bilder zwei Generationen von Theater-, Ballett- und Operngängern...
Es war ein heißer Frühsommertag in Barcelona, damals, vor mehr als zwanzig Jahren. Gidon Kremer hatte am Vorabend Beethovens sperriges Violinkonzert gespielt, und wie so oft, glich Kremers Lesart einer musikalischen Offenbarung. Nun, ein Dutzend Stunden später, saß er in der Lobby eines Hotels in der Innenstadt und wirkte wie ein Mensch, der nur eines kennt – die...
