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Dialektisches Denken
Es ist kaum zu glauben, aber wahr: Im Januar 2025 feiert Peter Konwitschny seinen 80. Geburtstag. Schöpferisch ist er nach wie vor einer der besten Regisseure unserer Zeit; kürzlich erst hat er in Tokio die «Frau ohne Schatten» in Szene gesetzt. Die Oper Dortmund zeigt im Mai zyklisch seine grandiose «Ring»-Inszenierung, auch an anderen Häusern wird der (Alt-)Meister weiter seine einsam hohe Kunst ausüben. Wir treffen ihn

Pure Poesie
Eigentlich ist er Autodidakt.

Denn studiert hat Bruno Mantovani Klavier, Schlagzeug und Jazz. Zur Oper kam er relativ spät, 2006 entstand «L’Autre côte», fünf Jahre später folgte ein Werk über die Dichterin Anna Achmatowa. Die Opéra national du Capitole Toulouse bringt nun «Voyage d’automne» heraus. Wir sind dabei

Schwere Stoffe
Seine Spezialität sind der Tanz und heikle Sujets. Für seinen Landsmann, den Choreographen Alexander Ekman, hat Mikael Karlsson etliche Ballettmusiken geschrieben, mit «Melancholia» vor gut einem Jahr seine erste Oper. In Brüssel kommt nun «Fanny und Alexander» heraus. Wir fahren hin

Originelle Offerten
Er kennt das Haus sehr gut. Bereits im zarten Alter von 19 Jahren war Claude Cortese Inspizient an der ...

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Opernwelt Dezember 2024
Rubrik: Impressum, Seite 72
von

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Grenzerlebnis

Der Tunnel am Ende des Lichts, das Schweben durch den Sterberaum, das Zusammentreffen mit bereits hinübergegangenen Verwandten: So kennt man das aus Berichten über Nahttoderlebnisse. Manches wird von der Hirnforschung sogar bestätigt. Nichts dergleichen passiert Tamino. Das sind andere Gestalten, die ihm begegnen. Ein Dämon, eine Mixtur aus Hahn, Mephisto und...

Powerless Love

Bekanntermaßen gingen zigtausende Partituren im Meer des Vergessens verloren. Seit Felix Mendelssohns Wiederaufführung der «Matthäus-Passion» ist die Erforschung und Veröffentlichung versunkener Schätze ein Merkmal der globalen Musikkultur. Wobei unvermeidlich auch viel Treibgut angespült wird. «Satanella or The Power of Love», die 1858 uraufgeführte, jetzt...

Der mit dem Teufel Tarantella tanzt

Die Dämonen sind da. Oben und unten. Oben, von den Rängen, erschallen aus verborgenen Lautsprechern die (sechs) Stimmen derjenigen, deren einziges Ziel es ist, wilde Spekulationen zu verbreiten, und ihn, den Virtuosen, an den Pranger zu stellen. Unten, aus den Lamellen zur Linken wie zur Rechten sowie von der Hinterbühne, fliegen Tänzerinnen und Tänzer als seine...