Vorschau und Impressum 1/23
Altmeister
Wer glaubte, Jossi Wieler würde sich nach Ende seiner Zeit als Intendant der Staatsoper Stuttgart erst mal ausruhen, sah sich schnell getäuscht. Von Bühne zu Bühne, von Stück zu Stück hastet der renommierte Regisseur, im Schauspiel, in der Oper. Auffällig ist dabei eine Neigung zu zwei absoluten Antipoden: da Elfriede Jelinek, dort Richard Wagner. Ein Gespräch
Heimatfan
In seiner Heimat, der Ukraine, kennt ihn jedes Musiktheaterkind.
Und nur allzu gerne würde Oleksandr Shchetynsky den ganzen Tag an nichts anderes denken als an die Aufführung seiner Opern. Der Krieg macht es unmöglich. Ein Interview
Jungstar
Im Grunde konnte sie gar nicht anders. Mary Bevan wuchs in einer Familie aus lauter Musikerinnen und Musikern auf. Und wie ihre Schwester Sophie ist auch sie Sopranistin –und gerade dabei, die Bühnen zu erobern. Ein Porträt
Musentempel
Der Ort ist geheiligt. 1954 sang Maria Callas an der Lyric Opera of Chicago die Norma in Bellinis Klassiker. Seitdem hat sich viel geändert an diesem Haus. Geblieben aber ist der hohe künstlerische Anspruch. Wir haben uns vor Ort umgeschaut
Impressum
Opernwelt - 64. JAHRGANG, NR 1
Opernwelt wird herausgegeben von Der Theaterverlag – ...
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Opernwelt Januar 2023
Rubrik: Impressum, Seite 72
von
Eine Ansage vor dem geschlossenen Vorhang verheißt selten etwas Gutes. In Essen muss die neue Intendantin Merle Fahrholz vor der Premiere von «Lucrezia Borgia» gleich mehrere krankheitsbedingte Umbesetzungen verkünden, darunter auch die zweier tragender Partien: Anstelle von Jessica Muirhead übernimmt Marta Torbidoni die Titelrolle, und statt Almas Svilpa...
Die christliche Historiografie ist voll von Märtyrergeschichten, von Geschichten, in denen Menschen im Glauben daran, Gott oder göttliche Gnade möge ihnen Erlösung gewähren, den Tod wählen. Eine von ihnen ist, laut einer Heiligenlegende, die Patrizierin Theodora, die Ende des 3. Jahrhunderts in Antiochia, dem heutigen (in der Türkei gelegenen) Antakya, unter...
Der Oper wird gern vorgeworfen, sie sei unheilbar gestrig: zu «weiß», zu hierarchisch, nicht divers genug. Auf den zunehmenden Legitimationsdruck reagieren die meisten Häuser eher zaghaft und lagern ihre (Alibi-)Bemühungen bevorzugt in Begleitveranstaltungen aus. Die Amsterdamer Nationaloper geht die Sache offensiv an: Bereits vor einem Jahr kam mit «Anansi» eine...
