Vor Sonnenuntergang

Wagner: Tristan und Isolde an der Oper Wuppertal

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Seit dieser Spielzeit ist die aus Los Angeles stammende Sängerin und Opernmanagerin Rebekah Rota Intendantin der Oper Wuppertal. Mit ihrer ersten Saison will sie programmatisch ein breites Publikum ansprechen: Es gibt Unterhaltsames wie das Musical «Cinderella» von Rodgers & Hammerstein oder Otto Nicolais «Lustige Weiber von Windsor», Barockes wie Händels «Alcina», aber auch Herausforderndes wie die Kombination von Schönbergs «Erwartung» mit dem Märchenstück «Der Wald» von Ethel Smyth.

Neu ist die pädagogische Vermittlung durch digitale Programmhefte, Zielgruppendefinitionen («für Menschen ab 16 Jahren, die sich gerne tiefen Gefühlen hingeben») und «Hinweise auf sensible Inhalte und sensorische Reize» – schließlich will man mit Kunst niemandem wehtun. Dieses Motto wurde dann bei der Saisonpremiere auch gleich eingelöst, zumindest auf der Bühne.

Dem Vernehmen nach war Rebekah Rota trotz anfänglicher Wagner-Vorbehalte begeistert von der trashig-bissigen «Tannhäuser»-Inszenierung, mit der Nuran David Calis vor einem Jahr in Wuppertal sein bemerkenswertes Operndebüt gab. Und weil Wagner auch für den jungen Chefdirigenten Patrick Hahn und sein Orchester eine lohnende Herausforderung ...

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Opernwelt Dezember 2023
Rubrik: Panorama, Seite 37
von Michael Struck-Schloen

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