Von Norina zu Lucrezia
Nicht New York und schon gar nicht Mailand sei während der letzten Jahrzehnte der Nabel der Opernwelt gewesen, sondern Wien. Jedenfalls, wenn es um sängerische Spitzenleistungen gehe. Das sucht die Reihe «Wiener Staatsoper live» der Firma Orfeo immer wieder zu suggerieren. Mit der jüngsten Publikation, die Aufnahmen von Edita Gruberova präsentiert – ihr 65. Geburtstag am 23.
Dezember mag der nicht eingestandene Anlass gewesen sein – wird allerdings nicht ein beliebiger Weltstar geehrt, der häufig in Wien aufgetreten ist, sondern eine Künstlerin, die sich hier ihre ersten Sporen verdient hat, nach einigen Jahren Fronzeit mit kleinen Partien 1976 als Zerbinetta ihren großen Durchbruch erlebte und der Staatsoper als Gast bis heute erhalten geblieben ist.
In vier Jahrzehnten hat die slowakische Koloratursopranistin in Wien 47 Partien in mehr als 690 Vorstellungen gesungen, davon allein 100 als Zerbinetta und an die 90 als Lucia di Lammermoor. Von Wien aus startete sie eine internationale Bühnen- und Schallplatten-Karriere. Als die großen Firmen ihr keine adäquaten Bedingungen mehr boten, gründete sie ihr eigenes Label Nightingale, bei dem sie sich vor allem in den Belcanto-Partien ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Opernwelt April 2012
Rubrik: Medien | CDs, DVDs, Bücher, Seite 17
von Ekkehard Pluta
Wer sämtliche sieben Todsünden benennen kann, kriegt einen Schnaps! Diese Spielregel wäre perfekt als Anleitung für einen alkoholfreien Abend. Denn: Keiner kann es. (Erhöhter Schwierigkeitsgrad: Man sage sie auf Lateinisch.) Dies feststellend, hat man den Sprengstoff, der in Brecht/Weills letzter Zusammenarbeit von 1933 noch immer beschlossen liegt, präzise am...
ARTE
1.4. – 16.05 Uhr
Joshua Bell.
Dokumentation über den amerikanischen Violinisten von Eva Münstermann.
1.4. – 18.30 Uhr
6./12./18./24./30.4. – 6.00 Uhr
Myung-Whun Chung dirigiert
Rossini und Mendelssohn. Orchestre Philharmonique de Radio France.
2.4. – 0.30 Uhr
Mozart: La finta giardiniera.
Auszüge. Festival d’Aix-en-Provence 2010. Inszenierung: Emmanuelle Cordoliani....
Sieht man von Emilio da Cavalieris (im Stil opernhafter, dem geistlichen Inhalt nach aber eher dem, was man später Oratorium nennen wird, zugehöriger) «Rappresentazione di Anima e di Corpo» (1600) ab, war Domenico Mazzocchis «La catena d’Adone» (1626) die erste Oper, die in Rom aufgeführt wurde. Der belgische Bassist Nicolas Achten hat sie nun mit seinem...
