Von Mozart über Martinu bis Muhly

Mit Raritäten, Erst- und Uraufführungen hat sich die Gotham Chamber Opera in New York zu einer festen Größe entwickelt

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Vor zehn Jahren hat er sie gegründet. Und innerhalb dieses Zeitraums zu einer der ersten Adressen des New Yorker Opernlebens gemacht. Dass die Gotham Chamber Opera heute als eine grundsolide, aber auch «schicke» Schaufenster-Company wahrgenommen wird, verdankt sie vor allem ihrem «Vater» und Künstlerischen Leiter Neal Goren. Der verfügt über ausgezeichnete Kontakte zu den Machern und Entscheidungsträgern der Stadt. Und hat es so geschafft, ganz unterschiedliche Publikumsschichten für das ehrgeizige, oft innovative Programm zu begeistern.

Eine oder zwei größere Produktionen kann der studierte Pianist und Dirigent jedes Jahr präsentieren. Und weil er bei der Auswahl der Künstler eine gute Nase hat, werden die Aufführungen von der Kritik meist hoch gelobt. Der Schwerpunkt des vom Barock bis zu Zeitgenössischem gespannten Repertoires liegt auf Raritäten, etwa auf Werken aus opernhistorisch peripheren Ländern (unter anderem Stücke des Böhmen Bohuslav Martinu, des Argentiniers Astor Piazzolla und des Schweizers Heinrich Sutermeister). Während die Zukunft der New York City Opera in den Sternen steht, ist die Gotham Chamber Opera mittlerweile eine feste Größe, wenn es um ein intelligentes ...

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Opernwelt Januar 2012
Rubrik: Magazin, Seite 68
von David Shengold

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