Vollendet unvollendet

Puccini: Turandot am Opernhaus Zürich

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Hier ende die vom Maestro unvollendet gelassene Oper, weil der Maestro an dieser Stelle gestorben sei. So die Worte, die Arturo Toscanini dem perplexen Publikum der Mailänder Scala am Ende der Uraufführung von Giacomo Puccinis «Turandot» zugerufen haben soll. Nach dem Opfertod der standhaften Dienerin Liù hatte der Dirigent den Taktstock niedergelegt. Er tat dies aber nur in der Premiere; in den folgenden Aufführungen wurde die Ergänzung durch Franco Alfano verwendet, allerdings in einer von Toscanini redigierten Fassung.

So kam «Turandot» zum Druck und auf die Bühnen der Welt – bis 2002, auf Initiative Riccardo Chaillys, ein neuer Schluss von Luciano Berio als Alternativoption erstellt wurde. Aus den inzwischen vier Möglichkeiten der Aufführung von Puccinis Schwanengesang hat das Opernhaus Zürich die erste gewählt – die Präsentation als Fragment. Ist die tote Dienerin von der Bühne getragen, tritt Schweigen ein und erscheint eine Schrifttafel mit den Worten Toscaninis von 1926.

Es ist der einzig richtige Weg. Nur das wird gespielt, was von der Hand des Komponisten stammt – wie es bei der neunten Symphonie von Bruckner und der zehnten von Mahler geschieht. Mit dem Finale im ...

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Opernwelt August 2023
Rubrik: Panorama, Seite 49
von Peter Hagmann

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