Volkstheater Rostock

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Das Gezerre um die Zukunft geht in die nächste Runde. Und es deutet alles darauf hin, dass Sewan Latchinian, der streitbare Intendant des Volkstheaters Rostock, seinen Kampf um die Erhaltung aller vier Sparten verloren hat. Bürgermeister Roland Methling (parteilos) und Mecklenburg-Vorpommerns SPD-Kulturminister Mathias Brodkorb haben sich durchgesetzt: Schauspiel und Ballett sollen abgewickelt, nur das Orchester und Musiktheaterensemble erhalten bleiben.

Der Masterplan für die Schrumpfung zum Opernhaus stammt offenbar von Geschäftsführer Stefan Rosinski, der zum Ende der aktuellen Spielzeit eigentlich nach Halle wechseln will. Nun werden die Karten neu gemischt. Mit Rosinski, dem Ex-Chef der Berliner Opernstiftung, als neuem Intendanten? Die Aussicht, dass der überfällige Neubau nach jahrzehntelanger Diskussion demnächst konkrete Gestalt annehmen könnte, dürfte einen gewissen Reiz ausüben – zumal das Land dafür 25 Millionen Euro plus Kredithilfen versprochen hat. Derweil hat sich Sewan Latchinian erst einmal krank gemeldet (Stand: Anfang März). Für vier Wochen. Mindestens. Das Belcanto-Fest mit Rossinis «Maometto II» und «Ermione» (szenische Erstaufführung in Deutschland!) – für ...

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Opernwelt April 2016
Rubrik: Magazin, Seite 71
von Albrecht Thiemann

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