Viel mehr als nur exotisch
Die koreanische Pop-Welle hat längst sämtliche Ufer der östlichen und westlichen Hemisphäre erreicht, und Han Kangs Aufstieg zur Literatur-Ikone ist keine Ausnahme, sondern fast der Regelfall, den auch der deutsche Buchmarkt mit einer schier unübersehbaren Fülle von Übersetzungen bestätigt. Das koreanische Musikdrama kam diesen Entwicklungen zuvor, wurde jedoch im Ausland kaum wahrgenommen, weil sich westliche Beobachter nur für Kabuki-Theater und Peking-Oper interessierten.
Deren koreanisches Pendant, das – allerdings bedeutend jüngere – traditionelle Genre Changgeuk, fußt auf dem epischen Volksliedstil der Halbinsel, genannt Pansori. Dank Achim Freyers 2011 in Wuppertal gezeigter Inszenierung von «Mr. Rabbit and the Dragon King», ein Gastspiel des Nationaltheaters Seoul, gelangte diese Gattung erstmals nach Deutschland; ab 2016 erschienen auf Englisch und Französisch die ersten substanziellen Publikationen zu diesem Phänomen.
Moderne koreanische Opern nutzen neben europäischen Techniken das Pansori und andere autochthone Überlieferungen. Das kreative Potenzial solcher Konstrukte aus Alt und Neu, aus Fremd und Vertraut ist beträchtlich. Und äußerst faszinierend. Wer der ewigen ...
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Opernwelt August 2024
Rubrik: Magazin, Seite 75
von Volker Tarnow
Hier hat die Jugend das Wort. Das muss jedem auffallen, der am Bahnhof aus dem Zug steigt und den Ausgang Richtung Zentrum nimmt. Auf einer bunten, großformatigen Werbetafel im Fußgängertunnel, gestaltet im Comic-Art-Stil, lässt Gregor aus der 4. Klasse wissen: «Mein Lieblingsort in Cottbus ist das Energie-Stadion. Es ist wie ein Hexenkessel, in dem es blubbert,...
ML = Musikalische Leitung I = Inszenierung B = Bühnenbild K = Kostüme C = Chor S = Solisten P = Premiere UA = Uraufführung
DEUTSCHLAND
Altenburg/Gera Theater Altenburg Gera
www.tpthueringen.de
- Kröger/Kressin, Krabat und der König - Die Legende geht weiter: 15. (UA), 16., 17., 18., 20., 21., 22., 23., 24. (Bockwindmühle Lumpzig) ML: Kröger, I: Kressin, B+K:...
Diese Tonart, das wissen wir nicht erst seit Puccinis Musikdramen, sondern bereits aus den Zeiten Johann Sebastian Bachs, verheißt wenig Wohliges. H-moll, das klingt nach Abschied, nach Sorgenfurchen, nach Tod. Und wenn Franz Schubert das letzte Lied der «ersten Abteilung» seiner «Winterreise» in diese Tonart kleidet, dann ahnt auch der Wanderer, dass sein Weg wohl...
